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Prestigeduell mit PSG
Im Hinspiel am 27. September waren die Bayern um Arturo Vidal (links) und David Alaba (rechts), hier mit dem Pariser Torjäger Edinson Cavani, in allen Belangen unterlegen sie verloren 0:3. Foto: dpa
Champions League

Prestigeduell mit PSG

In der Partie gegen Frankreichs Spitzenklub geht es für den FC Bayern vor allem darum, die krachende Pleite aus dem Hinspiel zu kaschieren.

05.12.2017
  • ARMIN GRASMUCK

München. Eine Watschn zur rechten Zeit bringt frischen Schwung und Heiterkeit. So oder so ähnlich lautet der Wahlspruch, auf den die großen Bayern bauen, wenn ihre traditionell höchst ambitionierten Ziele in Gefahr geraten. In der an Erfolgen so reichen Geschichte des deutschen Rekordmeisters haben auch die brutalen Pleiten ihren Platz. Aus den schrecklichen Momenten schöpften die Münchner oft die Kraft für neue Höhenflüge auf dem Rasen.

„Das ist kein Fußball, das ist die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft, Altherrenfußball“, so schimpfte im März 2001 etwa der Fußballkaiser Franz Beckenbauer, seinerzeit Präsident des FC Bayern, über die Spieler, die in dem Gastspiel bei Olympique Lyon fast kampflos 0:3 untergegangen waren. „In Zukunft könnt ihr das nicht machen, sonst müssen wir uns alle einen anderen Beruf suchen, das ist vielleicht gescheiter.“ Zwei Monate später gewann die Elf um Oliver Kahn und Stefan Effenberg das Endspiel der Champions League.

Blamabler Auftritt

Von dem Triumph in der kontinentalen Königsklasse scheinen die Münchner im Herbst des Jahres 2017 weit entfernt. In dem Heimspiel heute (20.45 Uhr/Sky) gegen Paris Saint Germain geht es vor allem darum, eine krachende Niederlage zu verarbeiten, die den erfolgsverwöhnten Verein vor knapp zehn Wochen in seinen Grundfesten erschütterte.

Es dreht sich erneut um ein 0:3, mit dem sich die Bayern in Frankreich blamierten. Speziell in der ersten Hälfte des Gruppenduells mit dem Spitzenklub PSG wirkten sie in allen Bereichen überfordert. Von den wie entfesselt aufspielenden Angreifern Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappé wurde die Abwehr um Javier Martinez und Niklas Süle nach allen Regeln der Kunst angezählt und ausgedribbelt.

„Eine ganz bittere Niederlage“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorsitzende des Klubvorstands, mit drohendem Unterton zu vorgerückter Stunde auf dem Bankett im Hotel der Mannschaft. „Eine Niederlage, die es zu analysieren gilt und aus der wir auch in Klartextform Konsequenzen ziehen müssen.“ In der Praxis bedeutete dies: Am Tag danach wurde Trainer Carlo Ancelotti, der den Zugriff auf die Mannschaft und den Rückhalt der Kluboberen offensichtlich verloren hatte, freigestellt. Jupp Heynckes, der Coach, mit dem die Bayern vor vier Jahren das historische Triple mit Triumphen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League geholt hatten, kehrte zurück – und prompt durften sie wieder Erfolge feiern.

Rehabilitiert sind die Münchner nach eigenem Selbstverständnis jedoch erst, wenn sie die schmerzhaften Eindrücke aus Paris kaschiert und korrigiert haben. Das Heimspiel heute bietet die beste Gelegenheit. „Wichtig ist, dass wir diese Partie auf Augenhöhe bestreiten“, sagte Heynckes. An einen glatten 4:0-Sieg, der den Bayern den mit Blick auf das Achtelfinale wichtigen Gruppensieg bescheren würde, glaubt in München zumindest offiziell keiner. Beide Mannschaften sind für die Runde der letzten 16 bereits qualifiziert, es ist ein reines Prestigeduell. „Nicht ein 4:0 im Kopf haben – ein 1:0 im Kopf haben“, so lautet die Botschaft, die der Trainer seinen Spielern mit auf den Weg gibt.

Kopf hoch, Brust raus – und auf geht's! Die Bayern legen es offensichtlich darauf an, aus einer stabilen Abwehr heraus zu punkten. Geht es nach Heynckes, ist die schallende Ohrfeige diesmal für die Gäste aus Paris bestimmt.

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05.12.2017, 06:00 Uhr
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