Rezept

Lachsmaultschen

Maultaschen an Gründonnerstag sind ein Klassiker. Für ihre Zubereitung gibt es unendlich viele Varianten. Hier eine mit geräuchertem Lachs.

27.03.2024

Von Uschi Hahn

Lachsmaultaschen – ein perfektes Karfreitags-Essen. Foto: Uschi Hahn

Lachsmaultaschen – ein perfektes Karfreitags-Essen. Foto: Uschi Hahn

Gründonnerstag ist Weltmaultaschentag. Vor über 500 Jahren sollen die Mönche von Maulbronn am Donnerstag vor Ostern Fleischreste in Nudelteig verpackt haben, um so den lieben Gott hinters Licht zu führen. Denn der Genuss von Fleisch war in der Karwoche verboten. Die Maultasche war erfunden. Die Geschichte mag glauben, wer will. Vielleicht hatten die Maulbronner Mönche auch einfach einen Koch aus Italien zu Gast, der ihnen Ravioli servierte. Doch die Maultasche an sich, oder auch ihre internationalen Varianten sind lecker und gar nicht schwer selbst zu machen. Wir kochen eine Cross-over-Variante der schwäbischen Herrgottsbscheißerle und füllen den Teig mit Räucherlachs und Ricotta statt mit Hackfleisch, Semmelbröseln und Ei. Als Lachsmaultaschen taugen sie auch für Karfreitag, an dem ja zwingend Fisch auf den Tisch kommen soll.

Nudelteig gab es früher bei jedem Bäcker frisch zu kaufen. Heutzutage finden sich Fertig-Produkte im Kühlregal jedes halbwegs gut sortierten Supermarkts.

Wer den teig selbst machen will, nimmt pro Person 100 Gramm Mehl (einen Teil davon kann man durch Hartweizengrieß ersetzen, das gibt dem Teig mehr Biss und macht ihn schön gelb). Dazu je Person ein Ei, eine Prise Salz und ein bis zwei Löffel Olivenöl. Alles verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig abdecken und mindestens eine halbe Stunde stehen lassen (nicht im Kühlschrank!)

In der Zeit die Füllung zubereiten:

Diese Menge reicht als Hauptmahlzeit für vier Personen, als Vorspeise für sechs

100 Gramm Räucherlachs in kleine Stücke schneiden und mit einem Becher Ricotta, etwas Zitronenabrieb und Saft, Pfeffer und einem Bund fein gehackter Petersilie mischen.

Den Nudelteig dünn ausrollen (wer eine Nudelmaschine hat, sollte bei Stufe vier aufhören, sonst reißen die Maultaschen zu leicht). Die Teigbahnen aus der Maschine haben bereits die richtige Breite. Wer den Teig von Hand ausrollt, muss ihn in entsprechende Bahnen schneiden. Auf je eine Bahn die Füllung auf Abstand in walnussgroßen Häufchen verteilen. Eine zweite Bahn Teig drüber legen und rings um die Häufchen andrücken. Mit einem Messer oder einem Teigradler die Maultaschen zwischen den Häufchen abteilen. Die Kanten mit den Zinken einer Gabel fest zusammendrücken. Die Maultaschen In reichlich siedendem Salzwasser etwa vier Minuten ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Maultaschen in Zitronenbutter schwenken. Dazu Butter in einer Pfanne aufschäumen, Saft und Abrieb von einer halben Zitrone dazu geben, etwas salzen und pfeffern.

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Erstellt:
27.03.2024, 14:44 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 14sec
zuletzt aktualisiert: 27.03.2024, 14:44 Uhr

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