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Schwäbisches Team mit Sandro Cortese und Jonas Folger in Moto2 am Start

Konkurrenz im eigenen Lager

Mit einem bereits siegreichen Teamkollegen verstärkt soll der Knoten im Memminger Moto2-Team Intact GP endlich platzen. Das erhöht auch den Druck auf den schwäbischen Stammfahrer Sandro Cortese.

03.03.2016
  • MANUELA HARANT

Memmingen. Zu Hunderten stehen die Fans Spalier, als Sandro Cortese auf seiner Nummer 11 und Jonas Folger auf der 94 aus der Box in der Memminger Lagerhalle ihres Sponsors fahren. Fast jeder hat sein Handy auf die beiden Motorrad-Piloten ausgerichtet, als sie die Motoren ihrer 130 PS starken Maschinen aufheulen lassen und mit den nahezu identischen Kalex-Bikes auf die Bühne fahren. Zumindest die Präsentation des schwäbischen Moto2-Teams Dynavolt IntactGP vor rund 400 geladenen Gästen rund drei Wochen vor dem Saisonstart war schon einmal meisterlich.

Und immer wieder fiel bei den Sponsoren, Verantwortlichen und Fans das Wort "Dreamteam": Erstmals seit Jahrzehnten kämpfen wieder zwei deutsche Fahrer in einem Team um die Krone bei einer Motorrad-Weltmeisterschaft. Denn der Schwabe Sandro Cortese, der in seinen ersten drei Jahren in der Moto2 ordentlich Lehrgeld zahlen musste und nicht über zwei dritte Plätze hinauskam, hat jetzt einen zweiten, starken Fahrer zur Seite gestellt bekommen: Jonas Folger aus Mühldorf hat mit 22 Jahren seinem vier Jahre älteren Teamkollegen schon zwei Siege in der "Zweiten Liga" des Motorradsports voraus. "Die Verstärkung war der logische Schritt", erklärt Jürgen Lingg, der "Macher" des 2013 extra für den damaligen Moto3-Weltmeister Cortese gegründeten Teams Dynavolt IntactGP, und rechnet vor: "Mit zwei Fahrern haben wir jetzt 100 Prozent mehr Chancen aufs Podest zu fahren."

Denn die Verantwortlichen mussten sich in der Vergangenheit auch eingestehen, dass es mit dem Berkheimer Cortese, der für den Ulmer Motorsport-Club (UMC) startet, nicht so schnell voranging, wie erhofft. "Wir waren ein neues Team und haben viele Fehler gemacht", gesteht Lingg, "aber diese Saison sind wir deutlich besser aufgestellt", sagt der Teammanager, der jetzt für jeden Fahrer einen Crew-Chef und zwei Mechaniker unter sich hat. "Dadurch kann ich von oben draufschauen und habe mehr Zeit für die Entwicklungsarbeit", erklärt Lingg.

Doch die beiden Crews sind intern vor allem Konkurrenten, das wird schnell klar im Gespräch mit Folger und Cortese, die nicht nur optisch völlig unterschiedlich sind. Der zehn Zentimeter größere Folger (1,78 m) pflegt gegenüber Cortese einen viel aggressiveren Fahrstil. "Ich fahre reifenschonender und runder", sagt Cortese, der ebenso wie sein Teamchef eine Aufbruchstimmung ausstrahlt: "Das Team ist soweit, ich bin soweit. Ich will konstant Punkte holen, dann platzt auch der Knoten."

Es deutet aber alles darauf hin, dass Jonas Folger als WM-Sechster des Vorjahres mit dem spanischen Team AGR ordentlich Druck auf Cortese ausüben wird - auch wenn sich der "Neue" bescheiden gibt: "Jeden Sieg muss man sich hart erarbeiten, auch bei mir wird es nicht von alleine klappen. Aber ich habe ein gutes Gefühl mit diesem Team", sagt Folger.

Die ersten Tests in Valencia und Jerez gaben noch wenig Aufschluss darüber, wer im internen Duell die Nase vorne hat. In Spanien fuhren Cortese und Folger sogar identische Rundenzeiten. Beste Voraussetzungen, um sich auch in den 18 Moto2-Rennen ab 20. März heiße Duelle auf dem Asphalt zu liefern.

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03.03.2016, 08:30 Uhr
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