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Tübingen · Tarifkampf

Klinik-Beschäftigte fordern deutlich mehr Geld

Ab Freitag geht es um eine bessere Bezahlung an den Uni-Kliniken: 8 Prozent mehr Gehalt sollen es sein.

09.10.2019

Von ST

Symbolbild: Ulrich Metz

Am Freitag beginnen im Stuttgarter Haus der Wirtschaft die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Uni-Kliniken in Tübingen, Ulm, Heidelberg und Freiburg. Verdi teilt in einer Pressemitteilung mit, dass man für die rund 25 000 Beschäftigten 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 18 Monaten fordere. Außerdem sollen Pflegekräfte 200 Euro zusätzlich im Monat erhalten. „Um die Pflege zu stärken, hat der Gesetzgeber mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz die Refinanzierung von Entgeltsteigerungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Pflege garantiert“, heißt es in der Mitteilung.

Außerdem erwartet die Gewerkschaft von den Arbeitgebern, dass die zeitliche Bewertung der Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit anders geregelt wird. Diese „gesundheitsgefährdenden Dienstformen“ sollen nicht nur mit Zuschlägen, sondern auch mit freier Zeit ausgeglichen werden. Deshalb soll die Arbeitszeit an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und in der Nacht mit dem anderthalbfachen Zeitfaktor als Arbeitszeit bewertet werden. Ein Beispiel wäre: Acht Stunden Nachtdienst sind gleichbedeutend mit zwölf Stunden geleisteter Arbeitszeit. Für die Auszubildenden soll es unter anderem 130 Euro mehr geben sowie fünf freie Lerntage pro Ausbildungsjahr, um sich besser auf die anspruchsvollen Prüfungen und Klausuren vorbereiten zu können.

Unter dem Strich „erwarten wir in dieser Entgeltrunde für alle Beschäftigten deutlich mehr Geld“, wird Verdi-Verhandlungsführerin Irene Gölz zitiert. Sehr selbstbewusst hätten die Beschäftigten dies in einer Befragung gefordert. Dabei sprachen sich nach Verdi-Angaben viele für einen besseren Gesundheitsschutz für Ältere aus. „Wir nehmen allerdings auch den Auftrag des Gesundheitsministers an und wollen mit dieser Tarifrunde nach dem Entlastungstarifvertrag vom letzten Jahr die Pflege weiter stärken“, sagt Gölz.

Für die vier baden-württembergischen Uni-Kliniken gilt ein eigener Tarifvertrag mit dem in Tübingen ansässigen Arbeitgeberverband Uniklinika. Die Ärztinnen und Ärzte fallen unter den Tarifvertrag Ärzte Länder, das wissenschaftliche Personal als Landesbeschäftigte unter die Tarifbestimmungen des Landes.

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Erstellt:
9. Oktober 2019, 11:45 Uhr
Aktualisiert:
9. Oktober 2019, 11:45 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2019, 11:45 Uhr

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