Tübingen · Betreuung

Der Kita-Elternbeirat agiert nun landesweit

Mit Tübinger Beteiligung hat sich ein Landeselternbeirat an Kitas gegründet – und fordert Mitspracherecht.

03.06.2020

Von ST

„Als Reaktion auf die teils dramatische Lage von Kindern und Familien seit der Schließung der Kindertageseinrichtungen vor zehn Wochen“, haben sich Elternvertreter/innen aus Baden-Württemberg zu einem kommissarischen Landeselternbeirat zusammengeschlossen. Dies gibt der neue Beirat in einer Pressemitteilung bekannt. Unter den Gründungsmitgliedern sind Anne Henchen, Vorsitzende, und Maria Tiede, stellvertretende Vorsitzende des Gesamtelternbeirats der Einrichtungen in Tübingen.

Ziel der Elternvertreter sei es, vom Kultusministerium, von Landtagsfraktionen, Bildungsgewerkschaften und kommunalen Spitzenverbänden als Vertreter der Kinder und Familien wahrgenommen zu werden „und möglichst schnell in Gespräche mit den Verantwortlichen über die Verbesserung der Situation von Kindern und Familien zu kommen“.

In einem Schreiben an Kultusministerin Susanne Eisenmann bekräftigen die Elternvertreter ihre Absicht, über Perspektiven und Lösungen für die Kinder und Familien arbeiten zu wollen. Die öffentliche Wahrnehmung der Politik in den zurückliegenden Wochen zeige, „dass Kinder und Familien keine nennenswerte Rolle spielten“.

Der Landeselternbeirat fordert daher einen runden Tisch des Kultusministeriums zur Situation von Kindern und Familien in der Corona-Krise, „an dem Politik, Gewerkschaften, Verbände und zivilgesellschaftliche Akteure“ gemeinsam mit den Elternvertretern konkrete Pläne und Perspektiven für Kinder und Familien erarbeiten sollen. „Kinder- und Familienpolitik ohne die Familien mit am Tisch zu haben, das geht jetzt nicht mehr“, so der Landeselternbeirat weiter.

Er wird unterstützt durch die Gesamtelternbeiräte an Kitas im Land, unter anderem in Stuttgart, Tübingen, Reutlingen, Esslingen, Filderstadt, Freiburg, Karlsruhe, Pforzheim, Konstanz, Radolfzell und Singen, Ostfildern. Vergleichbare Vertretungen gebe es bereits in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Thüringen.

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Erstellt:
3. Juni 2020, 19:13 Uhr
Aktualisiert:
3. Juni 2020, 19:13 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Juni 2020, 19:13 Uhr

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