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Musik des Moments

„Kirche und Kultur“mit Improvisations-Kunst

Zum vierten Mal gab Dirk Schieborn ein Klavierkonzert in der Dußlinger Friedenskirche, gemeinsam mit Schlagzeuger René Letters. Die Musiker hatten noch zwei Überraschungsgäste mitgebracht.

26.09.2016

Dußlingen. Von überall her sind sie gekommen: aus Villingen-Schwenningen, Friedrichshafen und dem Großraum Stuttgart, um der improvisierten Klaviermusik des promovierten Mathematikers Dirk Schieborn zu lauschen. Und dieser sorgte nicht nur mit seinen intuitiven Melodien am Klavier für Überraschungen. Angekündigt hatte er nur seinen Musikerkollegen René Letters, der ihn am Schlagzeug begleitete. Spontan tauchten am Abend noch zwei weitere Freunde auf, die den Abend bereichern sollten. Schieborn freute sich sichtlich auf die rund zwei Stunden Improvisationen mit Drummer Letters, üblicherweise werde er nämlich als Hintergrundmusiker für Firmenevents gebucht. „Als Kompliment hört man dann meistens: ‚Das ist schön, dass Sie so leise spielen, damit man sich noch unterhalten kann‘“, erzählte Schieborn den rund 120 Zuhörern.

Leise Klaviertöne ertasten zu Beginn den Saal der evangelisch-methodistischen Friedenskirche. Wie ein warmes Schaumbad füllen die warmen, weichen Klänge allmählich den Raum, und erst nach einigen Minuten gesellt sich Schlagzeuger Letters sachte plätschernd in die sanft ausgeleuchtete kleine Oase der Kirche. Rund eine halbe Stunde wechseln die beiden Musiker mit Blickkontakt ihre Tempi, werden plötzlich lauter und schneller oder aber leise und getragen.

Mal seufzt Schieborn tremolierend durch die gesamte Klaviatur der Gefühle, mal prescht Letters mit Druck voran und veranlasst mit peitschendem Rhythmus Schieborn zu einem wilden Ritt über die Tasten – und auf seinem Klavierstuhl.

In der Pause stärken sich Gäste und Künstler am reichhaltigen Büffet und laben sich an fair gehandelten Weinen aus Afrika und der hiesigen Region. Andrea Zimmer ist mit Kay Warth aus Neuhausen (auf den Fildern) angereist. „Zum ersten Mal bin ich Dirk Schieborn in der Friedenskirche Ludwigsburg bei einem gemeinsamen Projekt begegnet“, erzählte Zimmer, „das war so fantastisch, dass ich seine Kunst unbedingt wiedererleben wollte.“

„Mit David ist beim ersten Mal alles schiefgelaufen, heute stehen wir zum zweiten Mal gemeinsam auf der Bühne“, meinte Schieborn lachend nach der Pause – umso gespannter war das Publikum auf die Kunst von David Pricking. Schieborns Kollege aus Studientagen, mittlerweile gefragter Zauberkünstler und Mentalist, verblüffte das Publikum mit einer magischen Puzzelei namens „Spiel des Lebens“.

Auch Jean-Pierre Domaniwski kennt Schieborn aus seiner Tübinger Studienzeit. Am Nachmittag hatten sie sich getroffen, und Domaniwski sagte spontan zu, am Abend mit Letters und Schieborn ein paar Lieder mitzuimprovisieren. Als „Jake Pure“ ist er als Solokünstler unterwegs. In Dußlingen sorgte er mit der improvisierten Version von „Chasing Cars“ (bekannt aus der Serie „Grey’s Anatomy“) und einer Eigenkomposition für Begeisterungsstürme beim Publikum. Für Dirk Schieborn gab es minutenlangen Applaus und Standing Ovations.

Zu verdanken hat Dußlingen das Konzert übrigens Judith Jäger, die während ihres Studiums Schieborn kennenlernte und ihn für die einzelnen Benefizkonzerte gewinnen konnte. joc

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Erstellt:
26. September 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
26. September 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. September 2016, 01:00 Uhr

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