Kinderzimmer-Deko praktisch & sicher gestalten

Wie in wohl keinem anderen Wohnraum können sich Eltern bei der Kinderzimmer-Gestaltung so richtig austoben und der Phantasie freien Lauf lassen. Denn hier ist farblich und stilistisch einfach alles erlaubt – ob farbenfrohe Tiermotive, Piratenzimmer, Ritterburg-Optik oder auch das berühmte Prinzessinnenzimmer in Quietschrosa und Pink. Bei aller Gestaltungslust sollte das Inventar jedoch hinsichtlich Praktikabilität überprüft werden. Und: Es muss die wichtigsten Sicherheitsstandards erfüllen. Denn nicht alles, was für Erwachsene auf den ersten Blick harmlos aussieht, ist es auch für das Kind.

15.12.2016

Von Michaela Müller

Die wichtigsten Kriterien bei der Grundausstattung

Die meisten Kinderunfälle ereignen sich nicht, wie von vielen Eltern angenommen, im Straßenverkehr, sondern im Haushalt. Laut einer Studie vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind dabei  Stürze sowie Stöße gegen Gegenstände die häufigsten Unfallursachen. Da Kinder nun mal gerne herumrumtollen, muss der Kinderzimmerboden daher zum einen möglichst trittfest ausgelegt sein. Zum anderen empfehlen sich Möbel mit abgerundeten Ecken, da sie naturgemäß weniger schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen als scharfe Kanten.

Das Mobiliar sollte prinzipiell sicherheitsgeprüft sein. Güte-Siegel wie beispielsweise das GS-Zeichen oder das goldene „M“ von der Vereinigung Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) gewährleisten, dass das Einrichtungsinventar stabil ist und auch keine gesundheitsgefährdenden Gifte enthält. Wichtig ist darüber hinaus, dass alle Möbel stets kippsicher aufgestellt und Schränke und Regale mit Montage-Winkeln an der Wand fixiert werden, da Kinder sich gerne daran festhalten oder auch daran herumklettern.

Der kindgerechte Sonnenschutz: Verdunkelnde Kinderzimmer-Vorhänge

Ein Kind nutzt sein Zimmer nicht nur zum Spielen, sondern vorwiegend auch zum Schlafen. Entsprechend effizient muss ein Sonnenschutz am Fenster sein. Nach Angaben von Online-Händlern wie Livoneo sollten Kinderzimmer-Vorhänge immer 100-prozentig verdunkelnd sein. Abdunkelnde, lichtundurchlässige Stoffe sind allein schon deswegen obligat, weil das Kind ungestört vor Mond- oder Sonnenlicht besser durchschläft. Außerdem bieten Kinderzimmer-Vorhänge mit Verdunkelungsfunktion die Option, den Raum auch während des Tages für den Mittagschlaf eines Kleinkindes abzuschatten.

Werden frei hängende Plissees, Jalousien oder Rollos mit Schnurbedienung als Sonnenschutz verwendet, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Zugschnur ausnahmslos außerhalb der Griffhöhe des Kindes an der Kindersicherung befestigt wird. Besonders bei Kleinkindern war es hier in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Unfällen gekommen. Empfehlenswerter ist es, sogar ganz auf Zugschnüre zu verzichten und von vornherein schnurfreie Plissees oder Rollos mit Bedienschienen zu verwenden.

Tipps zum Bett und Bettbezug

Die Matratze sollte nicht zu hart gewählt werden, aber eine gewisse Festigkeit bieten, damit die Wirbelsäule des Kindes während des Schlafes waagerecht ausgerichtet ist. Beim Bettbezug wiederum erfreuen sich bei Kindern natürlich schöne großflächige Motive großer Beliebtheit – unter anderem Logos von Fußballvereinen oder angesagte Zeichentrickfiguren.  Allerdings ist darauf zu achten, dass die favorisierte Bettwäsche auch atmungsaktiv und schadstoffgeprüft ist. Die Verbraucherzentrale rät hier, besonders auf Textillabel wie zum Beispiel „Öko-Tex Standard 100“ zu achten.Bei Babys und Kleinkindern ist wegen einer möglichen Strangulations- und Erstickungsgefahr besondere Vorsicht bei langen Himmel-Stores oder Deko-Kissen im Bett geboten. Als Bettdekoration von älteren Kindern oder Jugendlichen hingegen können sie ohne Bedenken eingesetzt werden.

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Erstellt:
15. Dezember 2016, 13:24 Uhr
Aktualisiert:
15. Dezember 2016, 13:24 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2016, 13:24 Uhr

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