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Kinderaugen funkeln lassen
So könnte der Gabentisch der Sternenaktion aussehen. Bild: Gemeinde
Weihnachtsaktion

Kinderaugen funkeln lassen

Die Pliezhäuser Gemeinde sammelt wieder Wünsche von bedürftigen Kindern und sucht Wunscherfüller.

08.11.2018
  • Fred Keicher

Alle Jahre wieder ist das Zimmer 0.5 im Pliezhäuser Rathaus die Niederlassung des Weihnachtsmannes. Hier arbeiten Astrid De Bonis und Cornelia Leutenecker für die Aktion Sternenwünsche. Hier werden Wünsche war.

Die Aktion gehört zur Vorweihnachtszeit wie der Tannenbaum auf dem Pliezhäuser Marktplatz. Sie findet bereits zum neunten Mal statt. 2010 wurde die Aktion gestartet, damals zusammen mit dem Verein Lillibro, seit drei Jahren organisiert das Ganze die Verwaltung in Eigenregie. Die hat auch einen Wunsch: „Unterstützen Sie unsere Aktion und lassen Sie Kinderaugen funkeln.“

Die Idee hinter der Aktion erläuterte Bürgermeister Christof Dold am Montag. „Es gibt immer einen Wunsch, der offen bleibt.“ Gerade bei den sozial Schwachen. Hier wolle man als Gemeinde einspringen, Kindern Gelegenheit geben, ein Geschenk zu bekommen, und anderen, ein Geschenk zu machen.

Dabei ist gerade das Geben mehr nachgefragt als das Nehmen: „Wir haben immer mehr Leute gehabt, die ein Geschenk machen wollten, als Leute, die etwas geschenkt haben wollten. Das ist bezeichnend für das soziale Klima in unserer Gemeinde“, sagte der Bürgermeister.

Das Ganze geschieht in völliger Anonymität. Niemand weiß, wen er beschenkt oder von wem er ein Geschenk bekommt. Sogar die Anzahl der Geschenke behalten De Bonis und Leutenecker für sich. Alle Unterlagen werden nach
Abschluss der Aktion geschreddert. „Namen und Adressen werden von uns sorgsam gehütet“, versprach Leutenecker.

Geprüft wird die Bedürftigkeit. Wer Hartz IV bezieht oder ein geringes Einkommen hat, kann mitmachen. Geachtet wird auch darauf, dass der Wert des Geschenks nicht höher ist als 25 Euro. Was allerdings gewünscht wird, interessiert in Zimmer 0.5 nicht: „Wir maßen uns nicht an zu werten“, sagte der Bürgermeister.

Die Aktion hat einen strengen Zeitplan. Bis Freitag, 16. November, werden die Wünsche gesammelt. Sie werden auf einen Stern geschrieben und im Amtszimmer an eine Leine gehängt. In der Woche vom 26. bis 30. November können die Paten sich die Sterne pflücken. Abgegeben werden sollten die Geschenkpäckchen bis zum Mittwoch, 12. Dezember. „Vielleicht mit einem Schleckle dran“, machte Dold einen Verpackungsvorschlag.

Wer lieber einfach Geld geben möchte, den lädt Bürgermeister Dold ein, in den Sozialfond der Gemeinde zu spenden. Darin sind im Moment 5000 Euro, der Verwendungszweck ist „allgemein gehalten“, sagte Dold. Vieles davon helfe bei Altersarmut: „Die Nachkriegsgeneration hatte es auch nicht üppig.“

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08.11.2018, 01:00 Uhr
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