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Ausgeschlossen?

Kein Problem für die Nachbarn!

Manchmal merkt man es sofort, wenn man etwas Dummes gemacht hat. Zum Beispiel in dem Moment, in dem man die Wohnungstür zuzieht, der Türschlüssel aber noch innen liegt.

14.11.2017
  • Michael Frammelsberger

Wenn man dann noch eine leicht schusselige Person ist, wie ich, passiert das leider öfter, als es einem lieb ist.

In den letzten Wochen hatte ich gleich zwei Mal dieses Erlebnis. Dabei habe ich eine beunruhigende Erfahrung gemacht: Meine Schlösser sind nicht sicher. Und ich bin von professionellen Schlossknackern umgeben.

Meinen ersten Schlüsselunfall hatte ich vor zwei Wochen mit einem Spind: Das Vorhängeschloss war dran, der Schlüsselbund drin. „Was für ein Schloss ist es denn?“, war die überraschende Antwort, als ich einen Kollegen nach einem Bolzenschneider fragte. „Aha, ein Burgwächter, das ist kein Problem“, lautete seine fachmännische Einschätzung. Während ich insgeheim darüber nachdachte, welche Erfahrungen der Mann mit dem Widerstand verschiedener Schlossmarken gegenüber Bolzenschneidern gemacht hatte, packte der Kollege ein professionelles Schlossknackerset mit Dietrichen, Spannern und sonstigem Werkzeug aus. „Das haben wir hier öfters“, war sein lapidarer Kommentar auf meinen irritierten Blick. „Und das geht jetzt nicht so schnell wie im Film.“

Das ging es tatsächlich nicht, aber während wir Umstehenden noch über die Bedingungen für eine situationsgerechte Wette verhandelten, machte es „Klick“ und das Schloss war offen Es hatte keine fünf Minuten gedauert.

Ähnlich spannend war mein Erlebnis am letzten Wochenende. Ich stand also vor der Wohnungstür, Schlüssel und Handy waren auf der anderen Seite. Weil meine Freundin gerade in Urlaub ist, war auch von ihr keine Rettung zu erwarten. „Das sieht doch im Fernsehen ganz einfach aus“, dachte ich und spielte eine Viertelstunde mit einer Plastikkarte auf Höhe des Schlosses rum. Der Effekt war gleich null.

Hilfesuchend wandte ich mich an die Nachbarn, um einen Schlüsseldienst zu rufen. Die Nachbarin hatte jedoch einen besseren Vorschlag: Sie holte eine Plastikflasche und schnitt daraus ein Stück zurecht. Damit drückte ich wieder an der Tür herum – dieses Mal wenigstens an der richtigen Stelle, denn der Riegel sitzt, wie ich jetzt weiß, auf Höhe der Klinke. Nach einigen Minuten fragte eine andere Nachbarin, ob sie es mal probieren dürfe. Innerhalb weniger Sekunden war die Wohnungstür offen.

Wie ich inzwischen gelernt habe, gibt es im Internet zahlreiche weitere Tipps und Tricks, um widerspenstige Türen zu öffnen. Der Klassiker ist die Plastikkarte, man muss nur die richtige Technik kennen. Alternativ kann man auch mit einer Haarnadel oder Büroklammer die Stifte im Schloss zurückdrücken. Oder man hat einfach freundliche Nachbarn, die notfalls eine Plastikflasche parat haben.

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14.11.2017, 01:00 Uhr
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