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„James Bond lässt sich nicht mit meinem Stil vereinbaren“
James Bond kann auch komisch: Daniel Craig in „Logan Lucky“.
Interview mit Steven Soderbergh

„James Bond lässt sich nicht mit meinem Stil vereinbaren“

Eigentlich wollte Steven Soderbergh in keinen Kinofilmen mehr Regie führen. Der 54-Jährige sagt, warum er es jetzt doch tut und warum er Fernsehen gut findet.

14.09.2017
  • Philip Dethlefs, dpa

Vor vier Jahren haben sie sich als Regisseur aus dem Kino zurückgezogen. Warum kehren Sie mit der Räuberkomödie „Logan Lucky“ zurück?

Steven Soderbergh: So einen Film zu machen, das hat mir gefehlt. Eigentlich hatte man mir das Skript ja gegeben, damit ich einen Regisseur empfehle. Aber in den zwei Wochen, die ich darüber nachgedacht habe, wurde ich sehr besitzergreifend und hab mich selbst vorgeschlagen.

Der Film war zum Start in den USA nicht so erfolgreich wie erhofft. Hängt das mit ihrem Eigenvertrieb zusammen?

Naja, Erfolg ist eine Frage der Definition. Wenn ein Studio diese Einspielergebnisse hätte, wäre das schlecht. Aber bei unserem Modell sind wir im Plus. Natürlich wollte ich mehr. Entscheidend ist aber: Fast die Hälfte des Geldes, das der Film einspielt, wird unter der Besetzung und der Crew aufgeteilt. Das ist das Tolle daran. Wir haben nichts zu verlieren. Es ist nur die Frage, wie hoch wir gewinnen.

Hatten Sie im Fernsehen mehr Freiheiten?

Oh ja! Die Mentalität ist zu 180 Grad eine andere. Sie wollen, dass du etwas Einzigartiges machst. Der Erfolgsmaßstab ist auch anders. Die Zahl der Zuschauer, die nötig ist, damit eine Show als Erfolg gilt, ist kleiner als für einen Mainstream-Kinofilm. Mir hat die Arbeit beim Fernsehen großen Spaß gemacht.

Daniel Craig beweist in „Logan Lucky“ als Bankräuber Joe Bang ein überraschend komödiantisches Talent. Wie kamen Sie auf ihn?

Ich kannte Daniel durch einen Freund. Wer 30 Sekunden mit Daniel verbringt, merkt, dass er einen guten Sinn für Humor hat und ein sehr lustiger Typ ist. Dieser Film schien mir die richtige Gelegenheit, ihn sozusagen von der Leine zu lassen.

Sie werden als Kandidat für die Regie eines Bond-Films gehandelt. Könnten Sie sich das vorstellen?

In Gesprächen ist sehr klar geworden, dass sich meine Arbeitsweise nicht mit deren Arbeitsweise verträgt. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Aber ich sehe nicht, wie sich das mit meinem Stil vereinbaren lässt.

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14.09.2017, 11:02 Uhr
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