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In diesem Jahr reisen Kids mit Wirlewitz durch die Kontinente
Das Organisationsteam des Wirlewitz-Feriencamps (von links): Roland Ahlborn, Susanne Geißler und Julia Geißler. Mit dabei: Maskottchen Power Paule. Bild: Kappeller
Paules Farm hinterm Farrenberg

In diesem Jahr reisen Kids mit Wirlewitz durch die Kontinente

Mitte August ist auf der Olgahöhe wieder „Wirlewitz“-Alarm: Kinder von fünf bis zwölf Jahren können sich beim Feriencamp kreativ austoben. Dieses Mal wird die Freizeit wie üblich während zwei Wochen angeboten.

03.08.2016
  • Amancay Kappeller

Mössingen. 2014 musste „Wirlewitz“ ausfallen, weil sich nicht genug Helfer fanden. 2015 konnte das Feriencamp-Leitungsteam, bestehend aus Susanne Geißler und Tochter Julia sowie Roland Ahlborn, genügend Freiwillige zusammentrommeln, um Wirlewitz zumindest eine Woche lang stattfinden zu lassen. In diesem Jahr ist wieder alles beim Alten: Das Camp wird ab dem 15. August zwei Wochen lang unter dem Dach des Mütterzentrums veranstaltet. Die Organisatoren freuen sich sehr darüber, ausreichend helfende Hände gefunden zu haben.

Bereits zum elften Mal findet Wirlewitz heuer statt. Susanne Geißler, 51, und ihre Tochter Julia, 28, organisieren das Camp seit 2010. Roland Ahlborn, 52, ist seit 2013 mit von der Partie. Knapp 20 Betreuer pro Woche werden sich in diesem Jahr bei der Olgahöhen-Freizeit engagieren. Etwa ein Drittel davon sind ausgebildete Pädagogen.

Julia Geißler ist Erzieherin. Vor kurzem hat sie am Pädagogischen Fachseminar in Kirchheim/Teck ihre Fachlehrerausbildung abgeschlossen. Im September tritt sie ihre erste Stelle in Albstadt-Onstmettingen an. Auch einige ihrer Kommilitonen, angehende Lehrer, helfen bei Wirlewitz mit. „Zusätzlich können wir gut mit einem Heer von Jes-Projektlern arbeiten“, sagt Susanne Geißler – Projektteilnehmer von „Jugend engagiert sich“. Mehr als 80 Prozent der Jesler sind „frühere Wirlewitz-Kinder“, freut sich Susanne Geißler.

Die Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren, die als Betreuer mitmachen, werden von den Gruppenleitern instruiert. Das klappe stets gut, berichten die Organisatoren. In jeder der beiden Wochen werden die teilnehmenden Kids in vier Gruppen aufgeteilt. Die jüngeren Kinder lernen von den älteren Kindern, sagt Susanne Geißler – und umgekehrt. Alexandra Walker und Katharina Geißler kümmern sich ums Kulinarische. Sie kochen im Jugendhaus „M“ und liefern die Speisen dann auf die Olgahöhe – von Maultaschen über Hot-Dogs bis hin zur Reispfanne.

40 Anmeldungen sind für die erste Woche bisher eingegangen, 20 für die zweite. Anmelden kann man sich auch noch bis kurz vor Camp-Beginn. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Kinder pro Woche begrenzt. Das Programm steht zum jetzigen Zeitpunkt schon ziemlich genau fest, berichtet das Leitungs-Team. Auch dieses Mal wird die Wirlewitz-Geschichte rund um Maskottchen Power Paule gesponnen. „Power Paule“, so heißt es im Flyer, „ist immer für eine Überraschung gut. Wusstet Ihr, dass er tatsächlich einmal eine Farm in Afrika, in Amerika, in Asien oder gar hinterm Farrenberg hatte?“

Man begebe sich mit den Fünf- bis Zwölfjährigen auf eine abenteuerliche Reise durch die Kontinente, erklären Roland Ahlborn, Julia und Susanne Geißler. Jeweils am ersten Tag dreht sich in Europa alles um Paules Farm hinterm Farrenberg. „Hat er da Schnecken gezüchtet oder Teufelskralle angebaut?“ (Nicht nur) das gilt es für die Kids herauszufinden. Vom Kreisbauernverband Zollernalb haben sich die Organisatoren ein „Mahlfahrrad“ ausgeliehen. Über dieses können die Kinder Getreide mahlen, bekommen ihr eigenes „Tütle Mehl“.

Vom Landwirtschaftsamt Tübingen haben sich die Wirlewitzler ein „Übungseuter“ besorgt, mit dem das Melken getestet werden kann. Aus Lab wird Frischkäse hergestellt, der später als Imbiss verzehrt werden kann. Mit Hilfe der Apfelschälmaschine lassen sich zwischendurch gesunde Snacks zubereiten.

„Komm, wir spinnen!“, heißt es in Afrika. Dort kann außerdem gefilzt und geflochten werden. Müllrecycling wird betrieben, wie auf dem schwarzen Kontinent üblich: Milchkartons werden zum Flechten in Streifen geschnitten. Die Kleineren dürfen Freundschaftsarmbänder gestalten. Am dritten Tag geht’s dann nach Asien. Dort pflanzen die Kids Sojabohnen an. Jan-Peter Friedrich, Pädagoge mit Technik als Fach, wird mit den Mädchen und Jungen Experimente zum Thema Solarenergie durchführen. Immer wieder gehen die Kinder auch zwischendurch auf Spurensuche nach Tieren, die auf dem jeweiligen Kontinent heimisch sind. In Amerika schließlich wird gemeinsam ein Line Dance eingeübt. Im Topf entsteht Popcorn, über dem Gaskocher lässt sich Schokolade herstellen.

Traditionell findet in jeder Woche am Donnerstag ab 18 Uhr das Elternfest statt. Bei Einbruch der Dunkelheit gibt es eine Nachtwanderung. Wer möchte, darf anschließend im eigenen Zelt übernachten. Der Mössinger Freundeskreis Asyl hat sich darum gekümmert, dass bei Wirlewitz auch wieder Flüchtlingskinder dabei sein können, finanziert über Bildungs- und Teilhabeleistungen. Eventuell nimmt auch ein Kind teil, das im Rollstuhl sitzt. „Wir würden uns freuen, das wäre das erste Mal“, sagt Susanne Geißler.

„Man muss schon viel Engagement reinstecken“: Das weiß Susanne Geißler aus eigener jahrelanger Erfahrung. Davon lassen sich die ehrenamtlichen Helfer, die in der Regel extra Urlaub nehmen müssen, um als Betreuer bei Wirlewitz zu arbeiten, allerdings nicht abschrecken. Da das Mütterzentrum nicht an einen Bildungsträger angeschlossen ist, bekommen Geißler und Co. über das Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg keinen Bildungsurlaub. Nichtsdestotrotz sind die Freiwilligen mit Spaß bei der Sache: Das elfte Wirlewitz-Camp soll schließlich ein genauso großer Erfolg werden wie die zehn davor.

So kann man sich für das Feriencamp anmelden

Das Anmeldeformular findet man im Internet auf der Seite vom Mössinger Mütterzentrum unter muetterzentrum.moessingen.org. Anmeldungen können im Mütterzentrum, Falltorstraße 67, abgegeben werden oder direkt bei Susanne Geißler, Firstwaldstraße 15, Telefon 07473/922708. Bei Fragen kann man sich auch an die „Wirlewitz-Hotline“ wenden: Susanne Geißler (0160/

7707925) oder Julia Geißler (0151/

29111185). Die erste Feriencampwoche ist vom 15. bis 19. August auf der Olgahöhe, die zweite vom 22. bis 26. August. Ab 8 Uhr wird gegen einen Aufpreis eine Frühbetreuung mit Frühstück angeboten; regulärer Beginn ist um 9 Uhr. Mitmachen können Fünf-bis ZwölfJährige aus dem gesamten Steinlachtal.

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03.08.2016, 01:00 Uhr
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