Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Rottenburg

Herzloser Hardliner

29.03.2017

Von Emanuel Peter, Rottenburg

Strobls Abschiebewahn schadet dem Mittelstand. Nicht nur die IHK Reutlingen fordert, dass Geflüchtete während ihrer Ausbildung und mindestens zwei Jahre danach ein Bleiberecht erhalten: Geflüchtete und Unternehmen brauchen Planungssicherheit.

Bauunternehmerin Beate Meier (Eichstetten) hatte jahrelang Fachkräfte gesucht. Jetzt wurde ihr Mitarbeiter Jaiteh aus Gambia über Nacht nach Italien abgeschoben. Gegen diesen „Irrsinn“ rief sie zum Protest auf. In zwei Wochen unterstützten sie 60 Betriebe aus allen Branchen. Die Firma Häfele in Nagold bildet zwölf Geflüchtete aus, zwei von ihnen sollen jetzt abgeschoben werden. Für ihr Integrationskonzept hat das Landratsamt Tübingen die Firma als bundesweites Leuchtturmprojekt gerade gelobt. Die IHK Schwaben droht der bayrischen Staatsregierung wegen der Abschiebungen, den Integrationspakt zu kündigen. Denn ein Drittel der Azubis sind Afghanen.

Mit 668 Menschen aus 42 Nationen in den ersten zwei Monaten 2017 versucht Strobl, einen Spitzenplatz als herzloser Hardliner zu erobern. Mit dem Feigenblatt der „sorgfältigen Einzelfallprüfung“ trotten die Grünen hinterher. Strobl schädigt massiv die Integrationsleistungen von Firmen und Ehrenamtlichen.

Selbst wenn Geflüchtete in ihr (zerstörtes) Heimatland zurückkehren, können sie als Fachkräfte wertvolle Aufbauleistung erbringen und damit Fluchtursachen eindämmen. Dagegen arbeiten Abschiebungen dem IS in die Hände – in Tunesien hat er 5000 junge Arbeitslose rekrutiert. Noch Fragen, Herr Strobl?

Zum Artikel

Erstellt:
29. März 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2017, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Aus diesem Ressort:
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+