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Großer Andrang bei der Mai-Hockete des Keltermuseums
Hunderte Besucher strömten am 1. Mai zur traditionellen Hockete des Keltermuseums in Unterjesingen. Bild: Straub
Unterjesingen

Großer Andrang bei der Mai-Hockete des Keltermuseums

Hunderte Besucher strömten am 1. Mai zur traditionellen Hockete des Keltermuseums in Unterjesingen.

02.05.2018
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Um die Mittagszeit mussten zusätzliche Bierbänke und –tische herbeigebracht werden. Der Schweinebraten war schon um 13 Uhr ausverkauft, von den selbst hergestellten 1300 Maultaschen waren noch einige zu haben. Nach einhelliger Meinung der Gäste sehr schmackhaft: der selbstgemachte Kartoffelsalat. Immer wieder blitzte die Sonne durch die Wolken hindurch. Jacken waren beim gemütlichen Zusammensitzen draußen trotzdem nötig. Nach Regen und Kälte in den vorangegangenen Jahren am 1. Mai nutzen viele Radfahrer und Wanderer heuer das halbwegs ordentliche Wetter und legten in der Unterjesinger Ortsmitte eine Rast ein, um sich zu stärken und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Interessierte nahmen an Führungen durch das Museum, Zeebhaus und Wagnerhäusle teil. Neu war ein Stand der Flaschner Heinz Müller und Dieter Seibold, die ihr Handwerk zeigten. Zusammen mit Besuchern stellten sie Spätzlesschaber aus Metall her. Kurz eingespannt, das Ende zu einem Griff gedreht, und fertig. „Jetzt müssen wir daheim Spätzle machen“, sagte Johanna Theurer (9) aus Unterjesingen zu ihrer Mutter (Bild). Ein Rezept gab es zum selbsthergestellten Schaber gleich mit dazu. „Früher haben Flaschner Feld- und Pulverflaschen, Haushaltswaren, Eimer und Gießkannen produziert“, erklärte Seibold. Der Beruf habe sich heute zu Metallarbeiten an Dächern und Wänden hin entwickelt, die industriell nicht gefertigt werden können. „Als Flaschner sieht man abends, was man gemacht hat“, sagte Seibold. Leider fehle der Nachwuchs: „Alle wollen nur noch studieren.“ Neben handwerklichem Geschick seien technisches Verständnis und räumliches Denken im Flaschnerhandwerk gefordert.

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02.05.2018, 01:00 Uhr
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