Tübingen

Größere Zumutung

Auch in Tübingen streikten die Busfahrer.

01.12.2021

Von Jacob Frentzel bingen

Wie auch das SCHWÄBISCHE TAGBLATT berichtete, streikten am 15. November die Busfahrer und Busfahrerinnen. Überall sah man Fahrgäste, die verzweifelt versuchten, von A nach B zu kommen. Hier bei den Leserbriefen wurde sich deshalb über das Mittel des Streiks an sich echauffiert.

Genau an diesen Streiktagen wird sichtbar, wie wichtig ein funktionierender ÖPNV ist, denn Tausende Menschen in ganz Tübingen sind tagtäglich darauf angewiesen. Klar, Streiks können eine Zumutung für die Fahrgäste sein – auch wegen der aktuellen Infektionslage.

Dass die dringend notwendige Verkehrswende bisher auf Kosten der Busfahrer und Busfahrerinnen durch niedrige Löhne und ausbeuterische Gesetze finanziert wurde, ist allerdings die größere Zumutung.

So mussten sie täglich bis zu zwölf Stunden arbeiten, erhielten aber nur Lohn für acht, denn der Württembergische Omnibusverband (WBO) zwang sie zu unbezahlten Pausen.

Ein kostenloser, sozialer und gut ausgebauter ÖPNV für alle ist damit unvereinbar. Aber genau den brauchen wir, wenn wir die 1,5-Grad-Grenze einhalten und Klimakatastrophen wie zum Beispiel die Fluten in NRW verhindern wollen. Klimagerechtigkeit darf nicht auf dem Rücken der Lohnabhängigen ausgehandelt werden!

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Erstellt:
1. Dezember 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Dezember 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Dezember 2021, 01:00 Uhr

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