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Freunde fürs Leben

Freunde fürs Leben

Tragikomödie aus Spanien über das letzte Treffen zweier alter Freunde, von denen einer bald an Krebs sterben wird.

Freunde fürs Leben

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Truman
Spanien 2015

Regie: Cesc Gay
Mit: Ricardo Darín, Javier Cámara, Dolores Fonzi

113 Min. - ab 0 Jahren

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01.02.2016
  • Dorothee Hermann

Männer unter sich geraten offenbar verstärkt in den Sucher des Kinos. Nach den beiden charismatischen Alten in Paolo Sorrentinos „Youth“ und den von ihren Büros aufgesogenen Crash-Bankern in „The Big Short“ wählt der spanische Regisseur Cesc Gay („Ein Freitag in Barcelona“) ein intimeres Szenario: Zwei alte Freunde, immer an der Schwelle, endlich einmal wirklich miteinander zu reden. Das zögerliche Wechselspiel zwischen Hinhalten und immer neuen Anläufen zur Offenheit gelingt dem Film so gut, dass er gleich mit fünf Goyas (den spanischen Oscars) für dieses Jahr ausgezeichnet wurde.

Die beiden ehemaligen WG-Kumpel Tomás (Javier Cámara) und Julián (Ricardo Darín, Ermittler im oscar-prämierten Cine-Latino-Hit „In ihren Augen“) haben sich jahrelang nicht mehr gesehen. Die Sorge einer gemeinsamen Freundin bringt Tomás zurück nach Madrid, wo er Julián in leicht verschrobener Einsamkeit antrifft, nur geteilt von seinem wie an Kindes statt gehaltenen Riesenhund Truman. Der Familienvater Tomás, eben aus seinem kuscheligen Eigenheim im tiefverschneiten Kanada eingeflogen, wird so etwas wie ein idealer Zuschauer von Juliáns Leben, das nur noch ein Rest-Leben ist: Der Freund hat Krebs im Endstadium.

In Tomás‘ Augen spiegeln sich die menschlichen Versäumnisse, die dem anderen beständig unterlaufen - vom Besuch beim Edel-Tierarzt bis zu Personen, bei denen man verblüfft registriert, wie eng sie einmal mit Julián verbunden gewesen sein müssen. Leider tippt der Film diese psychologischen Ausfälle nur an, während beispielsweise der Besuch im Beerdigungsinstitut mit katalogartiger Ausführlichkeit abgehandelt wird. Nicht ganz plausibel ist, dass Julián für einen Todkranken ziemlich viel herumkommt (ab 0).dhe

Bloß kein Pathos signalisiert dieser Film über zwei ehemalige WG-Kumpel und den Tod.

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01.02.2016, 09:39 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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