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Florian Leppin will Steven Spielberg nacheifern. Bild: Metz




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16.07.2016

Von Michael Sturm

Tübingen. Zwei Welten prallen aufeinander. Irgendwann und irgendwo im Mittelalter entwendet ein Taschendieb einem Magier das titelstiftende „Artefakt“. Ein Drama nimmt seinen Lauf – zumal beide durch Magie in die Jetztzeit geraten. Von nun an, verrät Regisseur Florian Leppin, durchziehen zwei Haupt-Erzählstränge den Film. Zum einen entspinne sich eine Buddy-Komödie: Der Taschendieb kommt bei einem Schüler unter, der wiederum von einem Schlägertypen gemobbt wird. Zum anderen ist da ja noch dieser dunkle Magier unterwegs. Es stellt sich heraus, dass der seine Frau nicht gehen lassen will.

Morgen, 11 Uhr, hat der Film Premiere im Kino Museum. Dessen Mitarbeiter Martin Reichart schaute sich den Streifen vorab an und gab dann sein Okay. Für Jung-Regisseur Leppin ist es der erste seiner 19 Streifen, der es auf die große Leinwand schafft.

Mit etwa zehn Jahren habe er begonnen, als sich sein Vater eine Filmkamera anschaffte. „In den ersten zwei Jahren bin ich Leuten mit der Kamera hinterher gegangen“, sagt Leppin. Später habe er sich darin geübt, Stop-Motion-Filme zu machen, mit Geschwistern und Freunden als Darsteller. Dann las Leppin eine Biografie seines Vorbilds Steven Spielberg. Ein Fakt elektrisierte den jungen Tübinger: „Als er 17, 18 Jahre alt war, hat er einen 143 Minuten langen Film gedreht, „Firelight“, und ihm im lokalen Kino gezeigt“, erzählt Leppin.

Kurz nach Beginn des Jahres 2015 entwickelte der damalige Uhland-Gymnasiast die Grundidee zu seinem Film „Artefakt“. Das achtköpfige Kernteam, das helfen sollte, den Streifen zu realisieren, rekrutierte er aus den Reihen der Klassen- und Stufenkameraden, um es dann noch um Kepi-Schüler zu erweitern. Ein halbes Jahr arbeitete er mit zwei Co-Autoren am Drehbuch, ehe die ersten Dreharbeiten begannen – da war die eine oder andere Rolle noch unbesetzt. „Wir haben eine Szene geschrieben, dann gedreht und direkt danach angeschaut, wo etwas unklar sein könnte. Damit haben wir die Post-Produktion nach vorn gezogen“, sagt Leppin. So wurden sie in eineinhalb Jahren fertig.

Drehorte waren unter anderem das Evangelische Stift, das Kloster Bebenhausen, das Uhland-Gymnasium und zwei Privathäuser. Eine Szene, die in der Kneipe Tangente Jour gedreht wurde, sei der Schere zum Opfer gefallen. Fabian Nicaeus führte die Kamera und war für die Effekte verantwortlich. Er kann der Premiere morgen nicht beiwohnen, er weilt gerade in Kanada. Die Musik für „Artefakt“ komponierte Demian Martin, Preisträger von Jugend musiziert. Die Schauspieler kümmerten sich selbst um ihre Kostüme – mit einer Ausnahme: Für den Magier seien sieben Roben selbst geschneidert worden, so Leppin.

Nach der Premiere des Films im Kino Museum nimmt sich Florian Leppin erst einmal eine Auszeit: Er mache ein Auslandsjahr in Mexiko, genauer in San Agustin, einer Stadt im Bundesstaat Hidalgo, nordöstlich von Mexico City. „In dem Jahr werde ich mir Zeit nehmen, um über mich nachzudenken. Auch darüber, ob ich künftig weiter Filme machen will“, sagt Leppin. Das würde bedeuten, dass er sich an einer Filmschule bewirbt. „Mal sehen“, sagt Leppin. Gibt aber dann unterschwellig zu, dass er ein wahrer Workaholic in Sachen Film sei. In Drehpausen von „Artefakt“, etwa wenn mal ein Darsteller fehlte, habe er andere Projekte voran getrieben, zum Beispiel Musikvideos gedreht, etwa eines für Happy-Rapper Giaco. „Nächstes Jahr“, kündigt Leppin an, „kommen vier weitere Musikvideos und ein kleiner Film.“

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Erstellt:
16. Juli 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Juli 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2016, 01:00 Uhr

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