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Zweitbestes Spendenergebnis in der TAGBLATT-Geschichte

Fantastisch: Kike und das Zentrum für seltene Erkrankungen können sich über 125.253 Euro freuen

Dass die Tübinger (und speziell natürlich die Leser/innen des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS) ein gutes Herz haben, das wussten wir ja schon immer. Doch dass es so gut und vor allem so großzügig ist, das überraschte uns jetzt doch.

24.02.2018

Von Ulrich Janßen

Lukas Steffen Lakner (hier mit seiner Mama) litt an einer extrem seltenen Gen-Mutation. Kinder wie er profitieren vom Spendenergebnis. Archivbild: Metz

Exakt 125 253,31 Euro kamen seit dem 1. Dezember bei der TAGBLATT-Spendenaktion zusammen, ein Riesenbetrag, der sich ziemlich gleichmäßig auf beide Projekte verteilt.

Nur ein einziges Mal in der gesamten TAGBLATT-Geschichte gaben die Leser/innen noch mehr Geld für einen guten Zweck. Das war 2015/2016, als, angeschoben von Tübingens tatkräftiger und gut vernetzter Notärztin Lisa Federle, sagenhafte 326 325,34 Euro für ein Arztmobil gespendet wurden. Ein gutes Ergebnis hatten wir auch ein Jahr zuvor schon erzielt. Für den Flüchtlings-Notfonds und den Verein „Hilfe für kranke Kinder“, gab es 2014/15 immerhin 110 246 Euro. Das reicht jetzt gerade noch für Platz drei.

„Wahnsinn!“ Holm Graessner vom Zentrum für seltene Erkrankungen (ZSE) konnte es gar nicht fassen, als wir ihm die Summe nannten, die das Zentrum demnächst entgegennehmen darf: Es sind 63 703,33 Euro. Damit bekommen die Ärzte ein bisschen, nämlich gut 2000 Euro mehr als die Therapeuten von KIKE, der „Hilfe für Kinder krebskranker Eltern“.

ZSE-Geschäftsführer Graessner versprach, dass dieses Geld konsequent für das Projekt verwendet wird, mit dem das Zentrum in diesem Jahr angetreten ist: „Wir wollen den Patienten helfen, deren Krankheiten bis jetzt nicht mal einen Namen haben.“

Das Tübinger ZSE war das erste Zentrum in Deutschland, in dem Spezialisten verschiedenster Disziplinen gemeinsam Krankheiten erforschen, die so selten sind, dass sie an normalen Kliniken nicht behandelt werden können. Das sind Krankheiten, für deren angemessene Behandlung auch die Krankenkassen kein Geld zur Verfügung stellen. Entsprechend herzlich dankte Graessner den Leser/innen des TAGBLATTS für ihre Großzügigkeit – ebenso wie Martin Göth vom Psychoonkologischen Dienst des Südwestdeutschen Tumorzentrums.

Das Projekt KIKE, das der Dienst 2010 mit Hilfe des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS ins Leben rief, wird aus dem Spendentopf 61 549,98 Euro erhalten. „Das ist fantastisch“, freute sich Göth darüber. Der Diplom-Psychologe war überglücklich, dass er sich jetzt, gemeinsam mit zwei Kunsttherapeutinnen, weiter um all jene Kinder kümmern kann, deren Eltern an Krebs erkrankt sind.

Weil die Eltern in dieser Situation sehr mit sich selbst beschäftigt sind (oder auch die richtigen Worte nicht finden), werden diese Kinder mit ihren Ängsten und Nöten oft allein gelassen. KIKE macht Angebote, die den Kinder bei der Verarbeitung helfen. „Wir können jetzt länger planen“, freute sich Göth über die unverhofft hohen Mittel, die KIKE jetzt zur Verfügung stehen und die das Projekt gut brauchen kann: „Auch wegen der Berichterstattung im TAGBLATT hat die Nachfrage bei uns noch einmal zugelegt.“

Über 1000 Spender/innen beteiligten sich in diesem Jahr an der TAGBLATT-Spendenaktion. Sie gaben meist Beiträge bis 200 Euro, doch gab es auch etliche, die 1000 Euro und mehr spendeten. Wie in jedem Jahr kam auch diesmal die größte Spende aus Gomaringen. Die auf das Management von Energiesystemen spezialisierten Ingenieure von der Firma Digsilent spendeten wieder 15 000 Euro.

Spendenquittungen werden demnächst verschickt

r den Versand der Spendenquittungen sind die gemeinnützigen Träger der beiden Projekte zuständig: der Förderverein des Zentrums für seltene Erkrankungen und das Projekt KIKE „Hilfe für kranke Kinder“. Beide erhalten vom SCHWÄBISCHEN TAGBLATT die Namen und Adressen der Spender/innen und werden die Bescheinigungen so bald wie möglich verschicken. Wichtig: Bei Beträgen bis 200 Euro reicht dem Finanzamt ein Kontoauszug oder die Buchungsbestätigung der Bank. Die kann man am Computer meist auch im Nachhinein noch ausdrucken.

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Erstellt:
24. Februar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Februar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2018, 01:00 Uhr

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