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Auftakt

Fair Play wichtiger als Siege

DOSB-Präsident Alfons Hörmann rückt vor dem Hintergrund des Dopingskandals von Medaillenzielen ab.

10.02.2018
  • MANUELA HARANT

Pyeongchang. Wenn der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in den vergangenen Jahren je etwas klar formuliert, dann waren es Medaillenziele. So war es bei der Auftakt-Pressekonferenz bei vergangenen Spielen Pflicht, nochmal die anvisierte Zahl in den Raum zu werfen und daran den Erfolg des deutschen Teams zu messen. Insofern ist es schon als Kehrtwende zu werten, dass DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei seinem Eröffnungs-Statement die bereits bekannte Vorgabe „19 plus X“ völlig außen vorließ: „Erstens gilt der Grundsatz ,Alles nehmen, nichts geben', zweitens ist die Vorbildfunktion unserer Sportler wichtiger als Medaillen und drittens nehme ich lieber die Fairplay-Medaille mit nach Hause als Platz eins im Medaillenspiegel“, benannte Hörmann die drei Hauptziele für Pyeongchang 2018.

Die Erkenntnisse aus dem russischen Dopingskandal scheinen zumindest den deutschen Spitzensport verändert zu haben. „Nach allem, was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben, muss die wichtigste Botschaft für Pyeongchang sein, das Fairplay wieder in den Vordergrund zu stellen“, betonte Hörmann.

Wiederaufnahme überdenken

Dazu zähle auch, weiter Druck auf die bislang immer noch nicht einsichtigen Russen ausüben. „Wenn sie die nächsten Wochen weiter so kommunizieren, würde ich dem IOC empfehlen, über die Rückkehr Russlands bei der Schlussfeier nochmal nachzudenken“, so Hörmann. der das Leugnen des systematischen Staatsdopings als „Unverfrorenheit und Dreistigkeit“ bezeichnete. Seine Mindestforderung für eine Wiederaufnahme Russlands in die Olympische Bewegung: „Dass zumindest zugegeben wird, dass ein System praktiziert wurde, das Russland nicht mehr als System für die Zukunft sieht.“

Schließlich kam Hörmann aber doch noch auf seine Erwartungen zum Medaillenspiegel von Pyeongchang zu sprechen, aber nicht aus deutscher Sicht: „Wir werden hier erleben, wie der wahre Stand der russischen Mannschaft im Welt-Wintersport ist“, sagte der DOSB-Chef mit einem süffisanten Lächeln. Die unter neutrale Flagge gestellten Russen schicken nur von den Dopingmanipulationen unbelastete Sportler ins Rennen. mha

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10.02.2018, 06:00 Uhr
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