Tübingen

Einbruchserie in der Altstadt: „Natürlich beunruhigt einen das“

Seit dem 23. Januar wurde in der Marktgasse und in der Kornhausstraße dreimal in Geschäfte eingebrochen. Zudem gab es einen Einbruchsversuch. Die Polizei tappt noch im Dunkeln und erhofft sich Hinweise.

16.02.2021

Von itz

Symbolbild: ©Rainer Fuhrmann - stock.adobe.com

Am vergangenen Wochenende gab es in Tübingen drei Einbrüche: in ein Gemeindehaus in der Eugenstraße, in das Lager einer sozialen Einrichtung in der Eberhardstraße sowie in einen erst jüngst eröffneten Kiosk in der Tübinger Marktgasse (wir berichteten).

Besonders der Einbruch in den Kiosk passt in eine Reihe von Delikten, die es seit einer Weile in der Tübinger Innenstadt gibt. Wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage mitteilt, begann die Serie in der Nacht von 23. auf 24. Januar. Da wurde im „Löwenladen“ in der Kornhausstraße eine Tür beschädigt und laut Polizei ein Schlüsselbund entwendet. Sachschaden: rund 2000 Euro.

Weiter ging es im „Fairen Kaufladen“ in der Marktgasse, aus dem laut Polizei in der Nacht vom 29. auf den 30. Januar Diebesgut von 450 Euro gestohlen worden sei. „Die haben es auf Bargeld abgesehen“, sagt Inhaber Bruno Gebhart dem TAGBLATT. Briefmarken, HGV-Gutscheine, Schlüssel oder teuren Rum hätten die Einbrecher dort zurückgelassen, dafür aber eine Schale mit Cent-Stücken und eine Kasse mitgenommen.

Nachdem am vergangenen Wochenende nun aus dem Kiosk gegenüber seines Ladens Zigaretten und Tabakwaren gestohlen worden sind, habe er auch nochmals seine eigene Ladentür kontrolliert, so Gebhart. Und dabei einen erneuten Einbruchsversuch festgestellt. Weil er jedoch inzwischen sein Schließsystem veränderte, hatten die Unbekannten keine Chance. Aber: „Natürlich beunruhigt einen das“, sagt er.

Gebhart, der zugleich Vorsitzender der Genossenschaft des Löwenladens ist, mutmaßt, dass die Einbrecher bei ihrer ersten Tat im Januar in der Kornhausstraße überrascht worden sein könnten. Dafür spreche, dass ein Pflasterstein (den die Unbekannten wohl zur Bearbeitung der Tür zuvor gelöst hatten), ein Messer und eine Eisenstange zurückgeblieben seien.

In der Marktgasse waren die Einbrecher seit 23. Januar schon dreimal zugange. Bild: Moritz Hagemann

Offenbar haben die Einbrecher die nächtliche Ausgangssperre genutzt und es auf Geschäfte abgesehen, die trotz des Lockdowns geöffnet haben – in denen also etwas zu holen sein könnte. Nach dem Löwenladen wählten sie zwei Geschäfte, deren Eingänge einen Versatz zur Straße haben und so schwierig einzusehen sind. Die drei Einbrüche und der Einbruchsversuch spielten sich in einem Radius von wenigen Metern ab.

Es liegt nahe, dass zwischen den Taten ein Zusammenhang bestehe, so die Sprecherin. „Das wird derzeit geprüft.“ Selbiges gilt für eventuelle Zusammenhänge mit den jüngsten Einbrüchen in der Eugen- und Eberhardstraße. Allerdings hätten die Beamten noch keine heiße Spur. Menschen, die eventuell etwas beobachtet haben, können dem Tübinger Revier unter Telefon 07071/9720 Hinweise geben.

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Erstellt:
16. Februar 2021, 10:56 Uhr
Aktualisiert:
16. Februar 2021, 10:56 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2021, 10:56 Uhr

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