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Kommentar · Olympische Spiele

Ein Lied der Hoffnung von und für Pelé

Sportredakteur Wolfgang Scheerer berichtet von seinen Erfahrungen in Rio de Janeiro.

18.08.2016
  • WOLFGANG SCHEERER

Rio de Janeiro. Ärztliches unterliegt ja eigentlich der Schweigepflicht. Eigentlich. Bei Pelé ist das etwas anderes. Sobald er in ein Krankenhaus eingeliefert wird (und das war in den letzten Jahren mehrfach der Fall), bekommen blitzartig alle Wind davon, und den Brasilianern, also fast 200 Millionen Menschen, wird selbst etwas unwohl. Der arme Pelé – schon wieder! Der dreimalige Weltmeister, Fußballer aller Fußballer, wird mit 75 Jahren wohl kaum je wieder einen Ball spielen. Das ist die traurige Botschaft, die von den Olympischen Spielen in Rio ausgeht. Pelés Leidensliste ist lang. 2012: Hüftoperation. 2014: Harnwegsinfektion und Nierenprobleme. 2015: OP an der Wirbelsäule, Intensivstation. Zuletzt: zwei weitere Hüftoperationen, aktuell begleitet von starken Muskelschmerzen.

Das hat Pelés Sprecher mitgeteilt. Die Öffentlichkeit verlangt danach. Physiotherapie ist offenbar ein Mittel der Wahl. Pelé sollte die Fackel entzünden, musste das schweren Herzens aber Vaderlei de Lima überlassen, den in Europa wohl nur noch wenige kennen, der aber zumindest gut auf den Beinen ist. Der ehemalige Marathonläufer war bei den 2004 in Athen von einem psychisch gestörten Mann von der Strecke gedrängt worden, verlor seine klare Führung und die sichere Goldmedaille, schleppte sich aber noch zu Bronze. Ein Volksheld in Brasilien, aber dennoch kein Vergleich mit dem größten Fußballer aller Zeiten.

Er sei körperlich derzeit nicht dazu in der Lage gewesen, begründete Pelé selbst Entscheidung, auf die Eröffnungsfeier zu verzichten. Nun arbeite er an sich, um dann vielleicht bei der Schlussfeier am Sonntag dabei sein zu können.

Auch wenn er als Mensch mit natürlichem Bewegungsdrang daheimsitzen muss, fällt Pelé wohl nicht die Decke auf den Kopf. Er ist bekannt für seine eigenen Musikkompositionen. „Esperanca“ heißt das Lied, das er extra kurz vor den Olympischen Spielen veröffentlicht hat. Esperanca – die Hoffnung. Bei Olympia hoffen sie alle auch ein bisschen für ihren (und unseren) Pelé.

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18.08.2016, 06:00 Uhr
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