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Der HBW Balingen/Weilstetten startet mit einem neuen Trainer und Personalsorgen in die Handball-Bundesliga

Durchwachsene Vorbereitung trübt die Freude

Schwere Aufgabe für den Isländer Rúnar Sigtryggsson. Der neue HBW-Coach soll mit Balingen und Neuzugang Pascal Hens den Klassenerhalt schaffen.

03.09.2016
  • SEBASTIAN SCHMID

Balingen. Das Kapitel HBW Balingen/Weilstetten begann für Rúnar Sigtryggsson mit einer Reise in die Vergangenheit. Der isländische Trainer musste mit seinem neuem Klub im Pokal-Turnier in seiner ehemaligen Heimat Aue ran und traf dabei auf den gastgebenden EHV, für den Sigtryggssons jüngerer Bruder Arni Thor sowie sein Sohn Dadi Runarsson spielen. Klar, dass es für den HBW-Coach kein alltägliches Spiel war: „Es war schon komisch“, sagte der 44-Jährige, der froh ist, dank des 29:27-Erfolgs ins Achtelfinale eingezogen zu sein.

Keine Selbstverständlichkeit, schließlich hat der Zweitligist Aue im vergangenen Jahr mit 30:24 den Erstligisten Lemgo aus dem Wettbewerb geworfen. In der zweiten Runde war gegen Minden Endstation, am Saisonende belegte Sigtryggsson mit Aue in der zweiten Liga Rang sieben. Während sich die EHV-Verantwortlichen mit dem Mittelfeldplatz zufrieden gaben, war das dem Trainer nicht genug. Deshalb zögerte er nicht, als das Balinger Angebot kam.

Bei seiner ersten Erstliga-Station will Sigtryggsson den nächsten Karriereschritt machen und mit dem HBW die Klasse halten. Die Zielsetzung ist nicht neu, doch die Voraussetzungen sind alles andere als einfach. Mit Fabian Böhm (zur TSV Hannover/Burgdorf) und Olivier Nyokas (zum HBC Nantes) haben schließlich die beiden besten Torschützen der abgelaufenen Saison den Klub verlassen.

Im Gegenzug hat sich dafür Pascal Hens nach seinem Gastspiel in Dänemark beim HC Midtjylland den „Galliern von der Alb“ angeschlossen. Mit seiner Erfahrung soll der 36-Jährige seinen Teil zum Ligaverbleib beitragen. „Das Potenzial dazu haben wir“, stellt der 199-fache Nationalspieler klar.

Allerdings sollten dazu alle Akteure fit sein. Und das war in der Vorbereitung nur drei Wochen lang der Fall. „Dann kamen die ersten Verletzten“, erzählt Sigtryggsson. Zeitweilig fielen acht Akteure aus. Hinzu kam, dass Martin Strobel wegen den Olympischen Spielen in Rio die gesamte Vorbereitung gefehlt hat. Immerhin strotzt der 30-Jährige nach dem EM-Titel vom Januar und dem Gewinn der Bronze-Medaille in Rio vor Selbstvertrauen. Nach nur einer Trainingseinheit mit dem Team erzielte der Rückraum-Mitte im Pokal gegen Aue zwölf Treffer. Allerdings ist die Frage, ob dem HBW-Regisseur nach dem Pensum dieses Jahres nicht irgendwann die Kraft ausgeht. „Das kann schon passieren“, sagt Sigtryggsson, „aber wir müssen halt so lange auf seine Kräfte bauen, bis er möglicherweise in ein Loch fällt.“

Ein Leistungseinbruch des Nationalspielers wäre allerdings fatal, zu viel hängt von ihm im Spiel des HBW ab. Vor allem, wenn wie heute zum Saisonstart beim VfL Gummersbach (19 Uhr) mehrere Akteure nicht mitwirken können. Unter anderem werden Sascha Ilitsch, Dennis Wilke und Felix König noch eine Weile ausfallen. „Trotzdem werden wir mit aller Macht versuchen, die zwei Punkte in Gummersbach zu holen“, sagt der Isländer, der nach der von Personalsorgen geplagten Vorbereitung klarstellt: „Es war nicht einfach, aber es ist jetzt nicht alles negativ.“

Zumal Rúnar Sigtryggsson schon vor seinem Amtsantritt wusste, was auf ihn zukommt. Denn auch wenn der Trainer neu ist, blieb das Saisonziel das alte: irgendwie die Klasse halten. Oder wie es der Trainer ausdrückt: „Wir müssen schauen, dass wir drei Teams hinter uns lassen.“ Dafür kommen für ihn sechs bis acht Vereine in Frage, darunter auch die drei Aufsteiger HC Erlangen, GWD Minden und HSC 2000 Cottbus. Ähnlich wie beim sportlichen Ziel hat sich bei den finanziellen Voraussetzungen wenig geändert. „In der Etat-Tabelle liegen wir wohl auf einem Abstiegsplatz“, vermutet Sigtryggsson. Doch das hat den HBW auch in den vergangenen Jahren nicht daran gehindert, sportlich die Klasse zu halten.

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03.09.2016, 06:00 Uhr
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