VfB Stuttgart

Drei Gegentreffer auf der Alm: Bielefeld stoppt Matarazzo-Elf

Die eigentlich so auswärtsstarken Schwaben kassieren eine klare wie überraschende 0:3-Niederlage beim Mitaufsteiger.

21.01.2021

Von dpa

Duell der japanischen Nationalspieler auf der Alm: VfB-Mittelfeld-Ass Wataru Endo (links) schirmt den Ball gegen Bielefelds Torschützen Ritsu Doan ab. Foto: dpa

Was für ein Kontrast! Als der VfB Stuttgart im vergangenen März – kurz vor dem ersten Corona-Lockdown – aufeinandertrafen, waren mehr als 50 000 Zuschauer live dabei im Stadion. 1:1 endete die Partie zwischen den damaligen Spitzenklubs der zweiten Fußball-Bundesliga in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena. Inzwischen sind die beiden Vereine stolze Erstligisten. Am Mittwochabend trafen sie erneut aufeinander, am letzten Spieltag der Hinrunde. Und das Stadion auf der Bielefelder Alm war gähnend leer. Fans waren wie schon in den vergangenen Wochen nicht zugelassen.

Diesmal endete der Duell zwischen den Ostwestfalen und Schwaben nicht unentschieden. Diesmal mussten sich die in dieser Saison eigentlich so auswärtsstarken Stuttgarter in einer spannenden Begegnung geschlagen geben – mit 0:3.

Der VfB trat auf der Alm mit einer auf drei Positionen veränderten Elf an. Für die gelb-gesperrten Offensivkräfte Silas Wamangituka und Nicolas Gonzales liefen Philipp Förster und Sasa Kalajdzic auf. Überdies erhielt Kapitän Gonzalo Castro eine Verschnaufpause. Für ihn rückte Tanguy Coulibaly in die Startelf, der später verletzt ausgetauscht werden musste. Die Gäste bestimmten zunächst klar das Geschehen, hatten mehr Ballbesitz, schienen an die zuletzt gezeigten starken Auswärtsleistungen anknüpfen zu können. Mit etwas mehr Glück hätte der VfB in Führung gehen können. Doch Sasa Kalajdzic und Mateo Klimowicz vergaben ihre aussichtsreichen Gelegenheiten auf die Führung.

Torjäger Klos trifft

Die abstiegsbedrohten Bielefelder konzentrierten sich vor allem auf die Defensive, wagten sich angetrieben vom starken japanischen Nationalspieler Ritsu Doan eher sporadisch, aber durchaus effektiv nach vorne. Denn bereits mit dem ersten gelungenen Spielzug waren die Gastgeber erfolgreich. Über Reinhold Yabo und Jacob Laursen kam der Ball zu Torjäger Klos Fabian Klos, der zum 1:0 einschoss (27.). Da sah die VfB-Abwehr alt aus. Nun wackelten die Stuttgarter bedenklich. Und hatten Glück, nicht gleich das 0:2 zu kassieren. Klos' Sturmpartner Sergio Cordova verfehlte nur knapp das Gäste-Gehäuse.

Nach der Pause setzte es dann sofort die kalte Dusche für das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo. Kaum waren beide Mannschaften wieder auf dem Platz, lag der Ball erneut im Stuttgarter Netz. Was war passiert? Linksverteidiger Borna Sosa hatte den Ball am eigenen Strafraum leichtfertig verdaddelt, dann griff er seinen Gegenspieler Ritsu Doan nur halbherzig an. Doan flankte einfach mal nach innen, wo das Spielgerät von der Hüfte Marc Oliver Kempfs unglücklich ins Tor sprang. 2:0 für Bielefeld. Das ging viel zu leicht für die Hausherren, die fortan immer mehr Sicherheit gewannen.

Fast hätte der bullige Bielefelder Sturmtank Fabian Klos das 3:0 und damit wohl schon nach 59 Minuten die Vorentscheidung erzielt. Doch Torwart Gregor Kobel verhinderte mit einer super Parade den Gegentreffer. Erst dauerte einige Minuten, ehe sich der VfB gefangen hatte. Der Anschlusstreffer aber wollte einfach nicht gelingen. Roberto Massimo schoss knapp neben das Tor (71). Dann klärte Bielefelds Torwart Stefan Ortega gegen Kalajdzic artistisch (73.).

Auf der Gegenseite machte Ritsu Doan im Anschluss an einen Konter alles klar. Der Japaner traf zum 3:0 (86.). Das Match war entschieden. Ein wichtiger Sieg für Bielefeld, dass nun auf Platz 15 rangiert, zehn Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz hat. Der VfB ist Tabellenzehnter.

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Erstellt:
21. Januar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Januar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2021, 06:00 Uhr

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