Kreis Tübingen · Betrug

Die Maschen sind verschieden

Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten, Bankangestellte oder Software- Experten aus. Was die Polizei zum Schutz rät.

22.10.2020

Von ST

Die Betrugsmasche, auf die ein 72-Jähriger aus Leinfelden-Echterdingen in dieser Woche hereinfiel (siehe Infobox), nimmt die Polizei zum Anlass, vor Telefonbetrügern zu warnen. Diese geben sich nicht nur als Polizeibeamte, sondern teilweise auch als Bankangestellte aus. Auch kam es bereits vor, dass sich Betrüger als Mitarbeiter eines Softwareunternehmens ausgaben, die sich so Zugriff auf den Computer des Opfers verschaffen und Überweisungen von dessen Konto vornehmen. Die für die Region zuständige Reutlinger Polizei rät daher:

Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer und legen Sie sofort vollständig auf.

Lassen Sie sich auf kein Gespräch ein - die Betrüger nutzen das sofort für ihre Zwecke aus!

Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf. Wichtig: Nicht die Rückruftaste drücken, sonst landen Sie wieder bei den Kriminellen. Für Tübingen wäre das die Nummer 0 70 71 / 972-86 60 oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.

Geben Sie nie Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder über Konto- bzw. Kreditkartendaten, Passwörter, PIN-Nummern oder sonstige Zugangsdaten preis.

Übergeben Sie nie einem Fremden Bargeld oder Wertgegenstände, egal mit welcher Geschichte er bei Ihnen vorspricht.

Lassen Sie Ihr Vermögen da, wo es ist, und heben Sie kein Geld ab, um es einem angeblichen Polizeibeamten oder sonst einer angeblichen Amtsperson zu übergeben.

Ziehen Sie einen Angehörigen oder eine Person Ihres Vertrauens zu Rate.

Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs wurden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Das Reutlinger Präsidium hat eigens Videos produziert, die solche Anrufe nachstellen und Tipps zur Vorbeugung dieser Taten geben. Sie sind unter https://ppreutlingen.polizei-bw.de abrufbar.

Goldmünzen erbeutet

Gegenüber einem 72-Jährigen aus Leinfelden-Echterdingen gaben sich mehrere Anrufer als verdeckt ermittelnde Polizeibeamte aus und erzählten ihm das Märchen von einem in der Nachbarschaft festgenommenen Täter eines Raubüberfalls. Bei diesem sei eine Notiz mit dem Namen und dem Vermögen des 72-Jährigen gefunden worden, weshalb dessen gesamtes Hab und Gut selbst auf der Bank nicht mehr sicher sei. Der verunsicherte Mann fuhr dann zur Bank, holte seine Goldmünzen im Wert von mehreren zehntausend Euro aus dem Schließfach und legte sie den Betrüger zur Abholung vor die Haustür.

Zum Artikel

Erstellt:
22. Oktober 2020, 11:57 Uhr
Aktualisiert:
22. Oktober 2020, 11:57 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2020, 11:57 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen
Facebook Sport      Faceboook      Instagram      Twitter      Tagblatt-App