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Ergenzingen

06.09.2017
  • Benjamin Breitmaier

Die Krypta unter der Krönungskirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Andrang war in den vergangenen 14 Wochen keine Seltenheit hier auf der Liebfrauenhöhe. Heute sind noch einmal mehr gekommen. Etwa 120 Besucher füllen den Raum. Menschen aus allen Eutinger Teilorten und darüber hinaus mischen sich unter die Schwestern des Schönstatt-Zentrums in ihren ehrwürdigen Roben.

Roland Bernhard ist auch in Horb und Eutingen bekannt. Schon seit Jahrzehnten wohnt er in Bildechingen. Sein Arbeitsplatz liegt jedoch in Böblingen. Er ist Landrat in einem der reichsten Kreise der Bundesrepublik. Roland Bernhard ist jedoch nicht nur Verwaltungschef und Politiker, Roland Bernhard ist auch ein glühender Verfechter des christlichen Glaubens. Das machte er in seinem kurzen Impuls bei der 14. Ausgabe der Montagsgebete auf der Liebfrauenhöhe deutlich. Die Veranstaltungsreihe wurde von einem Team aus Eutingern ins Leben gerufen, die aus christlicher Perspektive ein Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt in Europa setzen wollten.

Schon im März hatten die Eutinger Bernhard zu einem politischen Abendgebet eingeladen. Am vergangenen Montag sprach er in der andächtigen Atmosphäre der Krypta erneut über seinen Glauben. „Ich gehöre zu denen, die sich outen“, erklärte Bernhard mit einem Lächeln.

Viel zu lange seien die Christen auf dem Sofa geblieben. Für ihn habe vor allem das Gebet immense Bedeutung, „damit die Seele zur Ruhe kommt.“

Ruhe zu finden, ist in Zeiten des Umbruchs jedoch schwierig. Darum wünschte sich Bernhard von Christen mehr Einmischung in die Politik. „Wo christliche Werte zugrunde liegen, kann eigentlich nichts schief gehen“, erklärte er, „trotzdem werden sie heute nichts von mir über die Dieselaffäre hören.“ Für ihn sei es wichtiger, des Öfteren dankbar zu sein – für 70 Jahre Frieden, für die europäische Idee –, jedoch trotzdem zu erkennen, dass es gravierende gesellschaftliche Probleme gibt. Bernhard gab ein Beispiel: Die immer weiter klaffende Schere zwischen Arm und Reich will er nicht akzeptieren: „Es muss unsere politische Aufgabe sein, den Reichtum dieser Welt gerecht zu verteilen.“

Als weitere Herausforderung für die Christen in Deutschland sieht Bernhard, die Willkommenskultur gegenüber Geflüchteten am Leben zu erhalten. Er erzählte, wie es die Menschen in Böblingen schafften, 5000 Personen unterzubringen und zu versorgen. Er sprach sich am Montagabend deutlich für ein Einwanderungsgesetz aus, das es Menschen ermöglicht, auf legalem Weg nach Deutschland zu kommen. Die Integration der Geflüchteten sei sicherlich eine Herausforderung, erklärte Bernhard, aber „mit Vertrauen auf den Herrgott“ könne wenig passieren.

Termine

11. September: Impulsgeber ist der FDP-Landtagsabgeordnete Timm Kern

18. September: Beginn ist ausnahmsweise um 20 Uhr mit den Weitinger Firmlingen und der Musikgruppe „Wild Voices“

25. September: Am Tag nach der Bundestagswahl gibt es um 19.30 Uhr einen Abschluss der Veranstaltungsreihe mit den Organisatoren in lockerer Runde und mit Verpflegung.

Damit die Seele zur Ruhe kommt MontagsgebeteDer Böblinger Landrat Roland Bernhard sprach über das Christsein in stürmischen Zeiten.

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06.09.2017, 01:00 Uhr
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