Tübingen

«Cyber Valley»: Besetzer und Forscher streiten

Mehr als zwei Wochen nach Beginn der Proteste gegen das Forschungsprojekt «Cyber Valley» haben Studenten der Universität Tübingen ihre Kritik erneuert.

18.12.2018

Von dpa/lsw

Ein Studierender geht während der Besetzung des Hörsaals 21 im Kupferbau der Eberhard Karls Universität Tübingen durch den Hörsaal. Foto: Sebastian Gollnow dpa/lsw

Ein Studierender geht während der Besetzung des Hörsaals 21 im Kupferbau der Eberhard Karls Universität Tübingen durch den Hörsaal. Foto: Sebastian Gollnow dpa/lsw

Tübingen. Rund 600 Menschen kamen am Dienstag zu einer Podiumsdiskussion mit der Universitätsleitung, Aktivisten und an dem Projekt beteiligten Wissenschaftlern. Das Projekt «Cyber Valley» ist eine Kooperation zur Erforschung Künstlicher Intelligenz, an der neben dem Land Baden-Württemberg, den Universitäten Stuttgart und Tübingen und der Max-Planck-Gesellschaft auch Konzerne wie Amazon und Daimler beteiligt sind.

Ein Sprecher der Besetzer warf der Universität wegen dieser Zusammenarbeit Kommerzialisierung und Ökonomisierung der Forschung vor. Es brauche eine solide Grundfinanzierung und radikale Demokratisierung der Universität, sagte Ali-Eren Renkliöz. Der am Cyber Valley beteiligten Informatik-Professorin Ulrike von Luxburg zufolge sind knapp drei Viertel der Finanzierung des Projekts öffentliche Gelder von Bund, Land oder der Max-Planck-Gesellschaft. «Niemand ist hier abhängig von Industrie-Finanzierung», sagte sie. Seit Ende November hält eine Gruppe von rund 20 Aktivisten einen Hörsaal an der Universität Tübingen besetzt.

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Erstellt:
18.12.2018, 21:02 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 26sec
zuletzt aktualisiert: 18.12.2018, 21:02 Uhr

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