Apotheker für Entwicklungshilfe

Bundesweit einmaliges Weiterbildungsprogramm stößt auf großes Interesse

Apotheker in Entwicklungsländern brauchen Fähigkeiten, die hierzulande eher vernachlässigbar sind. Sie müssen zum Beispiel herausfinden können, ob Medikamente, die in vielen Entwicklungsländer im Straßenhandel verkauft werden, gefälscht sind. Ob für Katastrophenhilfe oder Basisversorgung – ein bundesweit einmaliges Weiterbildungsprogramm an der Universität will darauf vorbereiten.

09.08.2016

Von ST

Tübingen. 13 Apothekerinnen und Apotheker sowie 14 Tübinger Studierende nehmen an dem achttägigen Kurs teil, der am 1. August begann. Darunter sind auch zwei Apotheker aus Kamerun. „Die Teilnehmer können sich in diesem Kurs auf eine ehrenamtliche oder hauptberufliche Tätigkeit in der pharmazeutischen Entwicklungshilfe vorbereiten“, sagt Prof. Lutz Heide (Bild mitte), Direktor des Pharmazeutischen Instituts, der 2014/15 zwei Jahre in Malawi im südlichen Afrika tätig war.

Ziel ist es, in armen Ländern den Zugang zu wirksamen und sicheren Medikamenten sowie den richtigen Einsatz dieser Medikamente sicherzustellen. Heide hat den Kurs gemeinsam mit Albert Petersen, dem Leiter der Fachstelle für Pharmazeutische Entwicklungszusammenarbeit des Deutschen Institutes für Ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen ins Leben gerufen. Die praktische Organisation liegt bei Apothekerin Christine Häfele-Abah. Sie war mehr als zehn Jahre beim Deutschen Medikamenten-Hilfswerk „action medeor“ tätig.

Das neue Angebot fülle offenbar eine Lücke, die von vielen Fachleuten in Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe empfunden werde, sagte Heide: „Der aktuell laufende Kurs war völlig überbucht. Für 2017 liegen uns jetzt schon erste Anmeldungen vor.“

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Erstellt:
9. August 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
9. August 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. August 2016, 01:00 Uhr

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