Buchmesse

Buchmesse zieht Bilanz - wieder heftige Debatte um Meinungsfreiheit

Die Besucherzahlen vor der Pandemie wurden nicht erreicht, trotzdem sind die Veranstalter zufrieden.

26.10.2021

Von dpa

Frankfurt/Main. Mehr als 70 000 Besucherinnen und Besucher sind in diesem Jahr zur Frankfurter Buchmesse gekommen, darunter 36 000 Fachbesucher aus 105 Ländern. Das teilten die Veranstalter mit. Zudem hätten etwa 130 000 User die digitalen Angebote genutzt. Nach der Online-Ausgabe 2020 fand die Messe nun wieder in Präsenz und mit Publikum statt. Gastland war Kanada, auf dem Gelände galt 3G (geimpft, genesen oder getestet). Auch wenn sich die Veranstalter zufrieden zeigten, blieben die Zahlen weit hinter Vor-Corona-Zeiten zurück. So strömten 2019 noch mehr als 300 000 Menschen auf das Gelände.„Die 73. Frankfurter Buchmesse markiert nach 18 Monaten einen Neubeginn und hat angesichts der weltweit geltenden Reisebeschränkungen unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagte Buchmessenchef Jürgen Boos. „Man konnte die Wiedersehensfreude in den Hallen förmlich spüren.“

Ein Debatte um Grenzen der Meinungsfreiheit hatte die Veranstaltung in diesem Jahr erneut geprägt. Die Messe rechtfertigte ihre Entscheidung, rechte Verlage zuzulassen, mit der Meinungs- und Publikationsfreiheit. Schon 2017 hatte die Präsenz neurechter Verlage zu Protesten geführt. Boos erklärte am Sonntag, „die Freiheit des Wortes ist für uns nicht verhandelbar“. Als Veranstalter „verwahren wir uns mit aller Schärfe gegen die Instrumentalisierung unserer Veranstaltungen“.

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Erstellt:
26. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Oktober 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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