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Mobilität von morgen

Best CASE

Im Prüf- und Technologiezentrum Immendingen im Landkreis Tuttlingen arbeitet Daimler schon heute an der Mobilität von morgen. Besonders im Fokus stehen dabei die vier strategischen Zukunftsfelder Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared) und elektrische Antriebe (Electric). Daimler hat diese unter dem Begriff „CASE“ zusammengefasst.

29.03.2019

Von Ralf Flaig

Bild: Daimler AG

Im Bereich Vernetzung steht die digitale Marke Mercedes me im Mittelpunkt. Hiermit wird den Kunden per App, Website oder direkt im Auto Zugang zu einem umfassenden und personalisierten Dienstleistungsangebot ermöglicht.

Auf dem Weg zum autonomen Fahren nutzen die Mercedes-Ingenieure zum Beispiel die sogenannte Sensor Fusion. Die Daten unterschiedlicher Sensoren wie Kameras, Ultraschall und Radar werden intelligent verknüpft und ausgewertet.

Die Mobilitätsdienstleistungen umfassen Angebote in den Bereichen CarSharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität.

Bei den elektrischen Antrieben entwickelt Mercedes-Benz die Marke EQ mit einer Fahrzeugfamilie und einem ganzheitlichen Ökosystem, das neben dem reinen Fahrzeug ein umfassendes Angebot rund um die Elektromobilität enthält. Dieses reicht von intelligenten Services über Energiespeicher für private und gewerbliche Kunden sowie Ladetechnologien bis hin zum nachhaltigen Recycling.

Das Testzentrum in Immendingen: Hier arbeitet Daimler an der Mobilität
von morgen. Auf 520 Hektar Fläche – doppelt so viel
wie Monaco – können die Ingenieure auf mehr als
30 verschiedenen Test- und Prüfstrecken das Fahren
von morgen probieren. Bild: Daimler AG

Auf einer Gesamtfläche von 520 Hektar finden sich mehr als 30 verschiedene Test- und Prüfstrecken mit einer Streckenlänge von insgesamt 68 Kilometern. Auf ihnen lassen sich ganz unterschiedliche Fahrbedingungen simulieren wie zum Beispiel Langstreckenfahrten, Schlechtwegringstraße, Albdauerlaufkurs, Bremsmessstrecke oder Stadtdauerlauf. Zahlreiche Testfahrten können so von öffentlichen Straßen in das Immendinger Testzentrum verlegt werden. Daimler investierte in das im September des vergangenen Jahres offiziell eröffnete Testzentrum in Immendingen mehr als 200 Millionen Euro und schafft rund 300 neue Arbeitsplätze, vornehmlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Transport und Logistik, Werkstatt und Infrastruktur.

Mit der sogenannten Bertha-Fläche (Bereich zum Erproben und Testen von und mit hochautomatisierten Fahrzeugen) steht den Ingenieuren ein 100 000 Quadratmeter großes Testmodul zur Verfügung, das speziell auf alle Themen rund um das automatisierte Fahren ausgelegt ist. Die dort gefahrenen Manöver thematisieren insbesondere automatisierte Fahr- und Sicherheitsfunktionen heutiger und künftiger Fahrassistenzsysteme auf dem Weg zum autonomen Fahren. Dabei können herausfordernde und komplexe Verkehrssituationen hochgenau und beliebig oft reproduziert werden.

Simulierte Innenstadt, Brandanalyselabor und Parkhaus. Bild: Daimler AG

Die Topographie im Prüf- und Technologiezentrum ermöglicht es, steile Aufstiege – beispielsweise wie die der Schwäbischen Alb – nachzubilden, so dass künftig viele Erprobungsfahrten von den öffentlichen Straßen in das Prüf- und Technologiezentrum verlagert werden können. Die drei Albdauerlaufkurse sind durch kurvenreiche ausgeprägte Steigungs- und Gefällstrecken gekennzeichnete zweispurige Landstraßen, die für Geschwindigkeiten bis 100 Kilometer pro Stunde (reduziert in Kurven) ausgelegt sind.

Beim 4x4 Modul handelt es sich im Wesentlichen um ein topografisch stark gegliedertes, naturnahes Gebiet mit einem Netz unbefestigter Wege und freier Geländeflächen zur Erprobung und Entwicklung von Allrad- und Geländefahrzeugen.

Im Modul Stadtquartier werden auf insgesamt 1,5 Kilometern Stadtstraßen über verschiedene Kreuzungssituationen Fahrerassistenzsysteme, Car-to-X Kommunikation und autonomes Fahren unter realen Bedingungen erprobt. Beispielsweise lässt sich hier unter realistischen Bedingungen simulieren, wie hochautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge miteinander kommunizieren, um so zum sicheren Verkehr in einer Großstadt beizutragen.

Um das autonome Parken zu testen, ist auf dem Gelände zudem ein spezielles Parkhaus entstanden. Dazu gehören enge Auffahrten und Stahlbetondecken, damit das Fahrzeug nicht schummeln kann und sich die notwendigen Signale von Satelliten für die Suche nach einer Parklücke holt.

Schon lange bevor im Februar 2015 die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Militärgelände begannen, setzte ein intensiver Dialog mit Bürgern, Gemeinde, Verbänden und Politik ein. Neben der Konversion vom Garnisons- zum Innovationsstandort und der Stärkung der regionalen Wirtschaft standen vor allem die Interessen der Anwohner und die Einbindung von Naturschutzverbänden im Mittelpunkt. Auch wegen dieses offenen und transparenten Austausches gilt das Prüf- und Technologiezentrum inzwischen als Vorbildprojekt für große Bauvorhaben in Deutschland.

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Erstellt:
29. März 2019, 07:46 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2019, 07:46 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2019, 07:46 Uhr

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