Dettenhausen · Corona

Bei einer Schnelltestaktion waren von 400 Proben drei positiv

Am 23. Und 30. Dezember 2020 konnten sich die Bürger Dettenhausens in der Begegnungsstätte des Pflegeheims Haus im Park einem Corona-Schnelltest unterziehen.

12.01.2021

Von ST

Auch diese Mitarbeiterin der Dettenhäuser Diakoniestation ließ sich testen. Bild: Jenny Marquardt

Die Aktion hatte Jenny Marquardt, Leiterin der Diakoniestation Dettenhausen, ins Leben gerufen. „Als Pflegefachkraft war es mir einfach wichtig, dass die Dettenhäuser das Weihnachtsfest mit ihren Angehörigen im Rahmen der Corona-Verordnung möglichst sorgenfrei verbringen können“, schreibt sie in ihrem Bericht ans TAGBLATT. „Wir merken täglich in der ambulanten und stationären Pflege hier im Haus im Park, wie wichtig die sozialen Kontakte für die Seniorinnen und Senioren sind, ganz besonders an Weihnachten.“

Die Bewohnerinnen und Bewohner im stationären Bereich im Haus im Park könnten „Gemeinschaft erleben“, wie Marquardt berichtet. Anders sei das für die zuhause betreuten Pflegebedürftigen. „In der Diakoniestation sehen wir im ambulanten Team viele alleinlebende Seniorinnen und Senioren im Ort, für die die gemeinsamen Feste am Jahresende mit Angehörigen besonders wichtig sind.“ Um eventuell an Weihnachten erfolgte Ansteckungen aufzudecken, sah man in der Teststrategie auch den zweiten Test am 30. Dezember vor.

Möglich machte die Tests der Krankenpflegeverein Dettenhausen mit einer Spende von 5000 Euro an das Deutsche Rote Kreuz. Dafür stellte der DRK-Kreisverband mit seiner Präsidentin Dr. Lisa Federle 750 Schnelltests für Dettenhausen zur Verfügung. Unter den freiwilligen Helfern, die die Tests durchführten waren neben DRK-lern auch Pflegekräfte.

Noch Tests übrig

Insgesamt ließen sich an den beiden Tagen knapp 400 Personen auf freiwilliger Spendenbasis testen. Nur am zweiten Termin, am 30. Dezember, waren drei der Schnelltests positiv. „Die Betroffenen wurden gebeten, einen Arzt für einen PCR-Test aufzusuchen und sich in Quarantäne zu begeben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden“, so Marquardt.

„Wir hatten uns mehr Andrang erhofft“, gesteht die Leiterin des Pflegedienstes der Diakoniestation, die auch selbst in Dettenhausen lebt. Doch mit den übrigen Schnelltests werden nun die ambulant betreuten Kunden nach Bedarf und Wunsch auf eine Corona-Infektion überprüft, so Marquardt.

Positiv bewerten auch Dettenhausens evangelischer Pfarrer Martin Kreuser und Dettenhausens Bürgermeister Thomas Engesser, zugleich Vorsitzender des Krankenpflegevereins, die Testaktion: „Unser aller Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern, dem DRK, auch den Pflegefachkräften der Samariterstiftung, die die Aktion in ihrer Freizeit unterstützt haben“, erklären die beiden.

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Erstellt:
12. Januar 2021, 17:33 Uhr
Aktualisiert:
12. Januar 2021, 17:33 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2021, 17:33 Uhr

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