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Bundesliga-Kellerkinder 1899 Hoffenheim und Hannover 96 sind zum Siegen verdammt

Befreiungsschlag oder drohender K.o.

Sollten Hannover 96 heute gegen Mainz und 1899 Hoffenheim morgen gegen Darmstadt 98 nicht gewinnen, wird die Lage im Kampf gegen den Bundesliga-Abstieg brisant. Insbesondere für Huub Stevens.

06.02.2016

Von SID

Hoffenheims Mittelfeldspieler Sebastian Rudy (Mitte, gegen den Leverkusener Chicharito) weiß, dass nur hundertprozentiger Einsatz zum Erfolg führt. Foto: Eibner

Sinsheim/Hannover. Das rettende Ufer kaum noch in Sicht, die Feuerwehrmänner fast schon verbrannt, die Zeit ein unerbittlicher Gegner: Hannover 96 und 1899 Hoffenheim müssen an diesem Wochenende die ersehnten Befreiungsschläge landen. Ansonsten droht den abgehängten Klubs am Tabellenende der Fußball-Bundesliga der frühe K.o. im Abstiegskampf. Derzeit spricht manches dafür, dass das Duell am vorletzten Spieltag zu einem vorgezogenen Zweitligaspiel verkommen könnte.

Obwohl erst der 20. Spieltag ansteht, scheint für beide Klubs nur noch das Erreichen der Relegation realistisch zu sein. Schließlich liegen die beiden punktgleichen Mannschaften (14) bereits sieben Zähler hinter dem VfB Stuttgart auf Platz 15. Angesichts der mageren Punktausbeute bisher kann im besten Fall wohl nur noch Werder Bremen auf Rang 16 (fünf Punkte Vorsprung) eingeholt werden.

Doch selbst das trauen die Fans höchstens einem der beiden Teams zu. So glauben laut einer Umfrage des Kicker 92,7 Prozent der Befragten, dass zumindest einer der beiden Vereine den Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss. Mehr als die Hälfte (53,6 Prozent) geht davon aus, dass es beide trifft.

Kein Wunder, dass Durchhalteparolen im Kraichgau und in Niedersachsen Konjunktur haben. "Ich habe gelesen, es sei ein Endspiel", sagte 1899-Trainer Huub Stevens vor dem Spiel gegen Darmstadt 98 am Sonntag (17.30 Uhr/Sky): "Wir haben 15 Endspiele. Mit der Drei-Punkte-Regelung kann das ganz schnell gehen. Man muss nur selber für Punkte sorgen." Wichtig werde die Tabelle schließlich erst nach dem 34. Spieltag.

Deswegen will auch in Hannover niemand schon im Februar "die weiße Fahne in den Wind hängen - das wäre ein fatales Zeichen", sagte 96-Geschäftsführer Martin Bader vor dem Spiel heute (15.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05. Stattdessen gelte es, noch "enger zusammenzurücken und eine Wagenburgmentalität zu entwickeln".

Auch der neue Trainer Thomas Schaaf sagt: "Noch ist unser Ziel erreichbar. In unserer Situation muss reinfeuern mal sein. Aber ich habe noch nicht alles ausgepackt, was ich da drauf habe." Nach zwei Niederlagen zu Beginn seiner Amtszeit muss Schaaf gegen Mainz endlich etwas Zählbares verbuchen. Andernfalls ist der Trainerwechsel an der Leine endgültig verpufft.

Ob dieses Urteil auch über Schaafs Kollegen Stevens gesprochen werden kann, entscheidet sich am Sonntag. Bisher holte der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp, der den Vertrag mit Ex-Coach Markus Gisdol am Mittwoch aufgelöst hat, unter dem Niederländer gerade einmal acht Punkte aus neun Spielen. Im Kraichgau wird bereits gemunkelt, dass Stevens nicht der letzte TSG-Trainer in der laufenden Saison sein könnte, falls in den kommenden Partien gegen Darmstadt, Bremen und Mainz die Trendwende ausbleibt.

Die Profis scheinen das zu wissen. "Das Spiel gegen Darmstadt ist schon sehr wichtig", sagte Nationalspieler Sebastian Rudy: "Wir brauchen 100 Prozent Einsatzbereitschaft."

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Erstellt:
6. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2016, 08:30 Uhr

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