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Ausfall nach Aufholjagd
Konnte nach Schlusspfiff in Ingolstadt kaum mehr einen Schritt laufen: Kevin Großkreutz, der Rechtsverteidiger des VfB, hier mit Lukas Rupp. Foto: dpa
Lange Pause für Großkreutz trübt Freude des VfB über das 3:3 in Ingolstadt

Ausfall nach Aufholjagd

Remis erkämpft und trotzdem ein Schock: Der VfB muss wohl bis zum Saisonende auf Kevin Großkreutz verzichten. Der Verteidiger hat beim 3:3 (1:1) in Ingolstadt einen Muskelbündelriss im Oberschenkel erlitten.

14.03.2016
  • DPA/SID/EB

Ingolstadt/Stuttgart. "Das ist eine bittere Nachricht sowohl für uns als auch für Kevin", sagte VfB-Trainer Jürgen Kramny am Tag nach der Stuttgarter Aufholjagd zum 3:3 beim FC Ingolstadt. Außenverteidiger Kevin Großkreutz hatte trotz der Verletzung - mit dicker Bandage - bis zum Schluss durchgehalten, weil der VfB das Wechselkontingent schon ausgeschöpft hatte. "Er konnte dann aber keinen Schritt mehr machen", sagte Kramny über den "Kämpfer", der erst im Winter aus der Türkei zu den "Roten" nach Cannstatt gekommen war und gleich einen Stammplatz ergattert hatte. Die genaue Diagnose stand nach Untersuchungen erst gestern Mittag fest: Muskelbündelriss am hinteren rechten Oberschenkel.

Das bedeutet eine Pause von mindestens sechs bis acht Wochen. Bis der 27-Jährige wieder ins Training zurückkehren kann, ist die Saison dann auch schon vorbei.

Als Ersatz steht der Österreicher Florian Klein bereit, der den Verein allerdings im Sommer verlassen soll, nachdem Weltmeister Großkreutz ihn von seinem Platz verdrängt hat. Der steht mit seinem Auftreten mit für den Aufschwung beim VfB. Kramny betonte das gestern explizit: "Kevin hat sich nach seinem Wechsel zu uns auf Anhieb gut in die Mannschaft integriert und ihr durch seinen leidenschaftlichen Einsatz sofort weitergeholfen." Als gefühlte Sieger hatten sich die Stuttgarter nach dem spektakulären 3:3 (1:1) in Ingolstadt noch über einen "Punkt der Moral" (Kramny) gefreut. "Im Nachhinein haben wir den Punkt mit zehn Mann geholt", sagte der Trainer mit Blick auf Großkreutz Malheur.

"Das spricht für uns, dass wir nie aufstecken", lobte Daniel Didavi. "So wie Kevin, der eigentlich gar nicht mehr kann und trotzdem weiter macht." Per Foulelfmeter hatte Didavi am Samstag in der 84. Minute das Remis perfekt gemacht. Moritz Hartmann (4. Minute) mit seinem siebten Saisontreffer, Mathew Leckie (56.) und Winter-Neuzugang Dario Lezcano (61.) mit dem Premierentor ließen die wegen ihrer Spielweise oft gerügten Ingolstädter beim Heim-Spektakel bei einem Gegentreffer von Filip Kostic (9.) lange auf den Sieg hoffen. Doch dann drehte die drittbeste Rückrundenelf durch Lukas Rupp (80.) und Didavi spät noch einmal auf.

Tore, Intensität, Dramatik - das Unentschieden brachte die zwei Mittelfeldteams ihren Zielen näher: der zweiten und der 52. Saison in der Fußball-Bundesliga. 38 Punkte "könnte so ne Zahl" für den Klassenverbleib sein, spekulierte Jürgen Kramny, "aber wer rechnet, der kann sich auch mal verrechnen".

Mehr Liga-Durchschnitt geht aktuell nicht: Ingolstadt (33 Punkte) und Stuttgart (32) sollte im Abstiegskampf normalerweise nicht mehr viel passieren. "35 Punkte wären Gold wert gewesen", mäkelte FCI-Torschütze Hartmann nach dem fünften Spiel in Serie ohne Niederlage. "Das wäre ein Riesenschritt gewesen Richtung Klassenerhalt, so müssen wir noch ein bisschen warten." Zumal der Paraguayer Dario Leczano zwischenzeitlich das 4:1 und damit wohl die Entscheidung auf dem Fuß hatte. "Da haben wir Glück gehabt", räumte Kramny ein. "Danach haben wir hopp oder top gespielt. Es war so ein bisschen eine Achterbahn von allem."

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14.03.2016, 08:30 Uhr
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