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Chancen im Digitalen

Arbeitgeber-Chef Thede zu „Industrie 4.0“

Die Chancen der Digitalisierung dürften nicht durch vorschnelles Regulieren aufs Spiel gesetzt werden, hat der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Südwestmetall Reiner Thede vor kurzem beim 4. Reutlinger Unternehmerforum gefordert.

17.08.2016

Reutlingen. „Wir sollten nicht die Risiken der ‚Industrie 4.0‘ überbetonen, sondern deren Chancen nutzen, um unseren Wirtschaftsstandort zu sichern“, sagte Thede, der auch Vorsitzender der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen ist. Der von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles initiierte Dialog „Arbeiten 4.0“ dürfe nicht zum Nährboden für einen unbegründeten politischen Aktionismus werden, warnte er.

Die Industrie 4.0 werde durch neue Formen flexibler Produktion neue Möglichkeiten für das mobile Arbeiten eröffnen, so der Arbeitgeber-Vertreter. „Die zeitlichen und räumlichen Grenzen zwischen Arbeitswelt, Familie und Freizeit werden dabei weniger deutlich sichtbar sein als sie es heute sind“, sagte Thede. „Die Arbeit 4.0 darf allerdings keine Einbahnstraße werden, in der neben den Ansprüchen der Beschäftigten auf selbstbestimmte Arbeitszeit und Home Office die betrieblichen Realitäten verkannt werden.“ Die Interessen der Unternehmen und der Beschäftigten müssten in einen sinnvollen Ausgleich gebracht werden, betonte er: „Nur so kann die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Motivation der Beschäftigten gleichermaßen erhalten und gesteigert werden.“

Damit diese flexiblen Arbeitsmodelle funktionieren könnten, müssten allerdings die derzeitigen arbeitsrechtlichen Vorgaben gelockert werden, verlangte Thede: „Modernen flexiblen Arbeitszeitmodellen mit selbstbestimmter Arbeitszeit werden heute etwa durch die tägliche Höchstarbeitszeitgrenze von maximal acht beziehungsweise zehn Stunden zu enge Grenzen gezogen“, erklärte er. Gleiches gelte für die zusammenhängend zu gewährende mindestens elfstündige Ruhezeit zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn. „So kann es dem Wunsch des Beschäftigten entsprechen, ein Projekt an einem Tag abzuschließen, auch wenn er hierfür mehr als zehn Stunden arbeiten muss, sodass er dafür am nächsten Tag sein Kind zum Fußballtraining begleiten kann“, sagte Thede. „Ich könnte mir vorstellen, dass man zu einer neuen Definition kommen muss, in welchen Takten sich Menschen über Gebühr belastet fühlen.“ST

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17.08.2016, 01:00 Uhr
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