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Fernsehen

Antike Schätze, neuer Experte

Der Schwabe Fabian Benöhr verstärkt seit kurzem das Expertenteam von „Bares für Rares“. Seine Spezialgebiete: Kunst, Schmuck, altes Spielzeug.

01.08.2019

Von Christoph Knauthe

Der neue Experte Fabian Benöhr rechts neben Horst Lichter in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“, hier bei seinem Debut in der Folge vom 8. Juli. Foto: ZDF Mediathek

Am 8 Juli erblickten die rund drei Millionen Zuschauer der ZDF-Trödel-Sendung „Bares für Rares“ neben den vertrauten Gesichtern ein neues. Mit Brille, gepflegtem Fünftagebart und Schiebermütze präsentierte sich Fabian Benöhr als jüngstes Mitglied des Expertenteams. Der 35-Jährige aus Backnang im Rems-Murr-Kreis hat die Aufgabe, die Antiquitäten und Raritäten der Besucher zu bewerten und ihren Marktpreis zu schätzen. Seine erste Expertise gab er zu einer Miniaturdampfmaschine aus den 30er Jahren ab. Dazu gehörten die Modelle eines Stampfwerks sowie des Stummfilm-Komikerduos Pat und Patachon, die während des Betriebs über Riemen in Bewegung gesetzt werden können.

Experte werde man „eigentlich ganz einfach“, erzählt Benöhr im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE – mit einem normalen Anschreiben und einem kurzen Video habe er sich bei der Sendung beworben, deren Fan er schon länger selbst gewesen sei. Besonders gut kenne er sich mit Militärorden, Kunst, altem Spielzeug und Schmuck aus.

Die Arbeit bei „Bares für Rares“ habe ihm bislang sehr gut gefallen, sagt Benöhr. Und Horst Lichter sei „ein lieber Kollege, der hinter der Kamera wirklich so ist, wie er sich vor der Kamera gibt“. Vom gesamten Team werde die Sendung „einfach wirklich gelebt“.

Zuletzt hatte die „Bild-Zeitung“ geschrieben, für die Sendung würden Komparsen angeheuert, um Besucher zu mimen. Benöhr verneint das. Auf die Frage, wie viel an „Bares für Rares“ echt ist, antwortet er: „Alles! Außer Sie haben eine Fälschung.“

Neben einer großen Bandbreite an Fachwissen müsse man Neugier und ein gutes Gespür für den Umgang mit Menschen mitbringen, sagt Benöhr. Im Fernsehen wirkt es häufig so, als kennten die Experten jedes Detail und jede Kleinigkeit aus dem Effeff, doch selbstverständlich müssten auch die Profis hin und wieder recherchieren. Auch Randwissen sei essenziell: „Ich selbst habe eben erst ein Buch zur Entstehung des Automaten an sich gelesen.“

Viele der Experten verbrächten viel Zeit hinter den Kulissen damit, sich in bestimmte Themen weiter zu vertiefen, berichtet Benöhr. Dafür sei natürlich ein hohes Maß an Interesse nötig: „Das ist kein Job, den man einfach so machen kann. Man muss dafür brennen.“ Eine gewisse Furcht, vor laufender Kamera versehentlich eine wirklichkeitsfremde Einschätzung abzugeben, bleibe aber trotz aller Vorbereitung immer.

Völliges Neuland hat Benöhr bei „Bares für Rares“ nicht betreten. Er betreibt ein Auktionshaus in Backnang. Die Arbeit dort sei ziemlich ähnlich, „nur eben ohne Kamera“.

Er sei bereits vorher einmal beim Fernsehen, für „Welt der Wunder“, beschäftigt gewesen, sagt Benöhr – im Produktionsteam habe er sich vor allem um Planung und Organisation gekümmert. Selbst vor der Kamera zu stehen, sei aber „doch noch einmal etwas ganz Anderes“.

Als Auktionator kommt er immer wieder mit neuen geschichtsträchtigen Gegenständen in Kontakt. Auch das Jagen nach Antiquitäten selbst mache ihm großen Spaß – in alten Gebäuden oder bei Haushaltsauflösungen finde man immer wieder wahre Schätze: „Da muss man sich auch manchmal bremsen.“ Gerade in Scheunen werde immer wieder „viel rausgeschmissen, was man so erstmal nicht erkennt“. Er habe jedoch beobachtet, wie auch durch „Bares für Rares“ allmählich ein gewisses Bewusstsein für derartige Funde geschaffen wird.

Bereits über 750 ausgestrahlte Folgen

Die seit 2013 produzierte ZDF-Sendung „Bares für Rares“ hat sich bei den Zuschauern schnell zum großen Erfolg entwickelt – seitdem liefen über 750 Folgen im Fernsehen. 2018 wurde die Show mit der Goldenen Kamera und 2019 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Das Konzept von „Bares für Rares“ basiert darauf, dass eingeladene Gäste Antiquitäten mitbringen, die sie verkaufen möchten. Die Gegenstände werden von Experten bewertet – erscheint der Schätzpreis den Besitzern angemessen, bekommen sie die Händlerkarte. Mit ihr dürfen sie ihre Rarität in einer Auktion an den meistbietenden Händler verkaufen.

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Erstellt:
1. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. August 2019, 06:00 Uhr

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