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Melbourne-Siegerin Angelique Kerber ist zurück und überall der Mittelpunkt

"Alle erkennen mich jetzt"

Keine 48 Stunden nach ihrem großen Erfolg bei den Australian Open ist Angelique Kerber wieder in Deutschland gelandet. Der neue Tennis-Star hat schnell gemerkt: "Es hat sich so viel geändert durch den Sieg."

02.02.2016

Von DPA

"Selfie" mit Fotografen: Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber gestern Früh nach ihrer Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen. Foto: dpa

Frankfurt/Posen. Der ganze Glanz dieses deutschen Sport-Wochenendes strahlte gestern Früh, als Angelique Kerber nach ihrem Triumph bei den Australian Open wieder in der Heimat landete - und auf den Fernsehschirmen des Frankfurter Flughafens Jubelbilder der Handball-Europameister liefen. Die neue Nummer zwei der Tennis-Welt hatte dafür kaum einen Blick. Sie machte erst einmal genau dort weiter, wo sie sich am Tag zuvor in Melbourne verabschiedet hatte: vor Dutzenden Fans und Journalisten. "Es gab schon im Flugzeug jede Menge Applaus", erzählte sie. "Ich habe auch jede Menge Fotos gemacht und kriege langsam den Eindruck: Alle erkennen mich jetzt. Es hat sich so viel geändert durch diesen Sieg." Frankfurt war gestern nur eine kurze Zwischenstation für die Grand-Slam-Siegerin. Die 28-Jährige flog noch am Morgen nach Polen weiter, wo sie selbst und große Teile ihrer Familie leben und wo in der Kleinstadt Puszczykowo bei Posen auch eine Tennis-Akademie nach ihr benannt ist. Dort wird Kerber heute Abend gleich wieder abgeholt und mit dem Auto nach Leipzig gefahren. Dort wiederum spielt das deutsche Fed-Cup-Team am Samstag und Sonntag gegen die Schweiz.

So wird die "Angie Mania" am Wochenende in Leipzig einfach weitergehen. Kerber selbst ist das sehr wichtig, wie sie nach ihrer Landung betonte. "Ich freue mich sehr, dass nach Steffi Graf jetzt wieder ein Tennis-Boom in Deutschland losgeht. Alle haben am Samstag vor dem Fernseher gesessen. Das bedeutet mir viel." Die große Frage ist jetzt, wie es mit ihr persönlich weitergeht? War der Erfolg in Melbourne der alles überstrahlende Höhepunkt einer Schritt für Schritt vorangetriebenen Karriere? Oder war das womöglich erst der Anfang von noch viel mehr? "Es ist sehr gut möglich, so einen Triumph zu wiederholen. Angelique wird um die großen Titel mitspielen", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. "Man darf nur nicht erwarten, dass sie jetzt jedes Match gewinnt."

Abgesehen von der Seriensiegerin Serena Williams kennt die Liste der Grand-Slam-Gewinnerinnen in den letzten Jahren für jedes Extrem Beispiele. Bastian Schweinsteigers Freundin Ana Ivanovic etwa gewann 2008 die French Open in Paris - dann nie wieder einen der vier großen Pokale. Andere wie Li Na aus China, die Tschechin Petra Kvitova oder die Weißrussin Viktoria Asarenka haben ihre größten Erfolge immer noch einmal bestätigen können. Das spricht für die große Ausgeglichenheit im Damen-Tennis gleich hinter Serena Williams.

"Ich weiß nicht, was jetzt auf mich zukommen wird. Aber ich bin darauf gespannt", sagte Angelique Kerber gestern. "Erst einmal habe ich das geschafft, wovon alle Spielerinnen träumen. Ich bin jetzt eine Grand-Slam-Siegerin. Ich muss keinem mehr etwas beweisen."

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Erstellt:
2. Februar 2016, 08:33 Uhr
Aktualisiert:
2. Februar 2016, 08:33 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2016, 08:33 Uhr

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