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The Cleaners

The Cleaners

Dokumentarfilm über Content-Moderatoren und die globalen Auswirkungen von Onlinezensur, Fake News und Hass in Sozialen Netzwerken.

The Cleaners
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Deutschland, USA 2018

Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck


90 Min. - ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

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14.05.2018

Von Dorothee Hermann

Die Müllsortierer der selbsterklärten sozialen Medien sitzen vor Computerbildschirmen. Weit weg vom Silicon Valley, weit weg von den USA und Europa. Von dort stammt der Großteil des Materials, das männliche und weibliche Content-Manager auf den Philippinen im Akkord sichten.

Die Hauptstadt Manila gilt als weltgrößter Outsourcing-Standort für sogenannte soziale Medien wie Facebook, Youtube oder Twitter, die dort über Drittfirmen tausende Frauen und Männer angestellt haben, erfährt man in der beklemmenden Doku von Hans Block und Moritz Riesewieck: Damit sie die Internet-Plattformen auf Schmutz und Schund durchkämmen. „Wir suchen nicht nach Anerkennung. Wir sind wie Polizisten“, sagt eine von ihnen. War sie es, die sich in der Schule immer angestrengt hatte, um nicht als Müllsammlerin zu enden?

Das Tagessoll liegt bei 25 000 Bildern. Auf dem Index stehen Kinder- und Hardcore-Pornographie, terroristische Verbrechen oder Gewalt, Szenen aus aktuellen Kriegen inbegriffen. Es gibt zwei Möglichkeiten: löschen oder ignorieren. Was ignoriert werden kann, bleibt zugänglich. Das klingt ganz angemessen – bis man mitbekommt, wie schnell Satire oder Kunst durch das Raster fallen.

Auch manches Kriegsvideo, das einmal als Beweismittel vor Gericht dienen könnte, kann schnell wieder verschwinden, heißt es im Film vonseiten der Nichtregierungsorganisation „Airwars“ in London. Deren Mitarbeiter fischen so viele Bilder wie möglich aus dem Internet und archivieren sie – bevor sie jemand löscht.

Nebenbei führt die Doku vor Augen, wie stark Bilder traumatisieren können. Das Ethos „Wir beschützen Nutzer“ trägt angesichts des auf sie einflutenden Horrors bei den meisten nur für begrenzte Zeit. Die Doku zeigt solche Bilder meist nicht direkt, sondern lässt die Content-Manager beschreiben, was sie gerade sehen. Einer, zuständig für die Sichtung von Live-Videos über Selbstverletzungen, hat sich das Leben genommen.

Augiasstall des Internets: Ambitionierte junge Leute auf den Philippinen sollen die sozialen Netzwerke sauber halten.

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Erstellt:
14. Mai 2018, 16:45 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2018, 16:45 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2018, 16:45 Uhr

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