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Tel Aviv On Fire

Tel Aviv On Fire

Komödie um einen palästinensischen Drehbuchautor und einen israelischen Kommandeur, die gemeinsam eine schnulzige Seifenoper schreiben.

Tel Aviv On Fire
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Luxemburg, Israel, Belgien 2018

Regie: Sameh Zoabi
Mit: Kais Nashif, Lubna Azabal, Yaniv Biton

101 Min. - ab 6 Jahren

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02.07.2019

Von Madeleine Wegner

Das perfekte Abend-Licht fällt auf das ebenmäßge Gesicht Manals. „Wenn ich Ihnen zuhöre vibriert mein Herz“, flötet sie. Alles in dieser Szene ist ein bisschen zu perfekt, trivial und kitschig. Kein Wunder: Es ist eine Szene der beliebten Soap-Opera „Tel Aviv On Fire“. Und Manal ist eine palästinensische Agentin, die sich als Jüdin ausgeben und den israelischen General Yehuda verführen soll, um an Kriegspläne zu kommen. Es ist das Jahr 1967, der Vorabend des Sechstagekrieges. Im Hier und Jetzt arbeitet hingegen der beruflich wie privat wenig erfolgreiche Salam als Produktionsassistenz am Set der Serie, die bei Palästinensern wie Israelis gleichermaßen beliebt ist. Salam ist nicht sonderlich engagiert, den Job beim Fernsehen hat er nur Dank seines Onkels bekommen.

Auf dem Weg zur Arbeit überquert Salam (Kais Nashif) jeden Tag die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland. „Darf man zu einer Frau sagen, dass sie bombig aussieht?“ Diese unbedacht an eine Soldatin am Grenzposten gerichtete Frage reicht aus, um Salam in gehörige Schwierigkeiten zu bringen. Doch letztlich weckt vor allem das Drehbuch zur Serie, das Salam bei sich hat, das Interesse des israelischen Kommandeurs Assi (Yaniv Biton): Er wittert eine Chance, seine Frau zu beeindrucken und Einfluss auf die Handlung der antizionistischen Seifenoper zu nehmen – und verhilft damit Salam sogar zum Erfolg als Drehbuchautor.

Dem palästinensischen Regisseur Sameh Zoabi gelingt es, diese geistreich angelegte Idee mit Hilfe sehr guter Schauspieler stimmig umzusetzen. So wird die Seifenoper, in der alles überzogen dargestellt werden darf, zu einem perfekten Mittel, den Nahostkonflikt satirisch aufs Korn zu nehmen und beide Seiten überspitzt zu Wort kommen zu lassen – ohne eine der beiden Parteien vorzuführen.

Das große Ziel der Geschichte ist zugleich eine Utopie: Israelis und Palästinenser vereinen. Wird das zumindest in der Seifenoper klappen durch eine große romantische Hochzeit von Manal und Yehuda?

Nimmt sowohl die palästinensische als auch die israelische Seite aufs Korn,

ohne eine der beiden vorzuführen.

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Erstellt:
2. Juli 2019, 16:16 Uhr
Aktualisiert:
2. Juli 2019, 16:16 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Juli 2019, 16:16 Uhr

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