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Ramen Shop

Ramen Shop

Der Koch einer japanischen Suppenküche reist nach Singapur, um Verwandte zu suchen und neue kulinarische Erfahrungen zu sammeln.

Ramen Shop
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Ramen Teh
2018

Regie: Eric Khoo
Mit: Takumi Saitoh, Jeanette Aw Ee-Ping, Mark Lee (III)

90 Min. - ab 0 Jahren

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04.06.2019

Von Madeleine Wegner

Schlürfen und Schmatzen gehört dazu, wenn die Gäste genussvoll ihre Ramen-Suppe essen. Hinter der Theke, in der die Gerichte frisch zubereitet werden, steht Masato (Takumi Saitoh). Er arbeitet in dem kleinen Restaurant seines Vaters. „Ich wünschte, ich wäre eine Ramen-Suppe, dann würde er sich wenigstens für mich interessieren“, sagt er nach Feierabend zu seinem Onkel. Masato leidet unter dem Desinteresse seines Vaters, der sich seit dem Tod seiner Frau hinter einer kalten Mauer verschanzt.

Auch Masato vermisst seine Mutter, die starb, als er noch ein Kind war. So begibt er sich nach dem unverhofften Tod seines Vaters auf ihre Spuren und reist nach Singapur, in die Heimat seiner Mutter. Den Stadtstaat, der als Schmelztiegel der Kulturen gilt, entdeckt er über das Essen. Auf dieser kulinarischen Reise begleitet ihn die Foodbloggerin Miki (Seiko Matsuda), die er übers Internet kennengelernt hat.

„Ramen Shop“ von Regisseur Eric Khoo erzählt die Geschichte einer Familie und eines jungen Mannes, der auf der Suche nach seiner emotionalen Heimat ist. Dabei stößt er auf tiefe Verletzungen, die bis in die japanische Besatzungszeit während des Zweiten Weltkriegs zurückreicht. Das alles bietet viel Stoff für einen Film, der weit über den Tellerrand hinausschaut. Doch die Umsetzung ist enttäuschend. In Singapur ist Masato überwiegend damit beschäftigt, zuerst auf eine alte Fotografie zu schauen, um anschließend das Bild mit der Realität abzugleichen: Steht er an derselben Stelle wie seine Mutter damals? Hinzu kommen nahezu unerträglich kitschige Rückblenden. Von der Handlung her wie auch kinematografisch wirkt dieses sentimentale Drama eher wie eine ausgediente Fernseh-Seifenoper. Die schauspielerischen Leistungen sind enttäuschend, die Dialoge tragen wenig zur Handlung oder Stimmung bei, stattdessen bestehen sie meist aus Ausrufen wie „Essen wir!“ oder „Lecker!“. Die Erkenntnis, dass das Essen in Singapur eine Reise wert sein könnte, ist eine der wenigen, die man mit etwas gutem Willen aus diesem Film ziehen kann.

Macht Lust auf kulinarische Entdeckungsreisen, strapaziert ansonsten jedoch die Grenze des Erträglichen.

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Erstellt:
4. Juni 2019, 12:29 Uhr
Aktualisiert:
4. Juni 2019, 12:29 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2019, 12:29 Uhr

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