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Nurejew - The White Crow

Nurejew - The White Crow

Biopic über den legendären sowjetischen Ballettstar Rudolf Nurejew, der in Frankreich auf Schritt und Tritt von KGB-Spionen verfolgt wird.

Nurejew
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The White Crow
Großbritannien, Frankreich, Serbien 2018

Regie: Ralph Fiennes
Mit: Oleg Ivenko, Adèle Exarchopoulos, Chulpan Khamatova

127 Min. - ab 6 Jahren

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23.09.2019

Von Madeleine Wegner

„Weiße Krähe“ bezeichnet im Russischen einen Menschen, der anders ist und gegen den Strom schwimmt. Rudolf Nurejew ist unbequem und unangepasst: Er ist dickköpfig, arrogant und er will an die Spitze. Während seiner vom Staat finanzierten Ballet-Ausbildung besteht er darauf, in die Klasse des legendären Alexander Puschkin zu wechseln. 1961 bekommt er als Mitglied der Kirow-Kompanie die Chance, im Westen aufzutreten – und gerät angesichts der Freiheit auf Zeit in persönlichen wie politischen Konflikt. Diesem Wendepunkt im Leben des Ballettstars widmet sich der Film „Nurejew – The White Crow“.

Rudik, wie Nurejew genannt wird, saugt das Leben in Paris geradezu auf: Er schläft kaum, um in den Museen morgens ungestört zu sein, abends trifft er sich mit französischen Intellektuellen oder streift mit der melancholischen Clara Saint (Adèle Exarchopoulos) durchs Pariser Nachtleben. Natürlich ist das dem russischen Geheimdienst ein Dorn im Auge. Am Flughafen Le Bourget – die Kompanie soll ihre Tournee in London fortsetzen – kommt es zum entscheidenden Eklat: Nurejew wird von der russischen Regierung zurück nach Moskau beordert.

Das Drehbuch von David Hare („Hours“, „Der Vorleser“) basiert auf der 2007 veröffentlichten Nurejew-Biografie der Journalistin und Ballerina Julia Kavanagh. Schauspieler Ralph Fiennes („Grand Budapest Hotel“, „Harry Potter“), der in Rolle des Tanzlehrers Puschkin zu sehen ist, führte Regie. Ästhetisch ist dieser Film hervorragend gemacht. Auch gelingt ihm, allein schon durch die Sättigung der Farben, eine Zeitreise. Doch Fiennes beleuchtet in den zwei Spielfilm-Stunden weder die politische Situation näher, noch gelingt ihm ein bewegender Einblick in die Persönlichkeit und Zerrissenheit Nurejews. Der Balletttänzer Oleg Ivenko, der die Hauptrolle spielt, hat noch nie zuvor als Schauspieler gearbeitet. Er macht seine Sache nicht schlecht, doch gelingt es auch ihm nicht, die Figur nahbar zu machen.

Liefert durch viele Zeitsprünge einen Einblick in die Biografie der Ballettikone, kommt dem Menschen jedoch nicht nah.

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Erstellt:
23. September 2019, 19:48 Uhr
Aktualisiert:
23. September 2019, 19:48 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. September 2019, 19:48 Uhr

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