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Maria by Callas

Maria by Callas

In der Dokumentation wird die Lebensgeschichte der Opernsängerin Maria Callas in ihren eigenen Worten erzählt.

Maria by Callas
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Frankreich 2017

Regie: Tom Volf


119 Min. - ab 0 Jahren

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14.05.2018

Von Madeleine Wegner

Sie war Constanze, Violetta und Norma, sie war Madame Butterfly und sogar Medea. Doch ihre wohl schwierigsten Rollen waren die der Maria und die der Callas. „Ich trage zwei Personen in mir. Ich möchte Maria sein, aber da ist auch die Callas, der ich gerecht werden muss“, sagt Maria Callas im Fernsehinterview.

In Aufzeichnungen wie diesen versucht der Dokumentarfilm „Maria by Callas“ dem Mythos der Frau nahe zu kommen, die als größte Sängerin des 20. Jahrhunderts in die Opern-Geschichte eingegangen ist. Die Diva kommt fast ausschließlich selbst zu Wort: in Interviews, in Briefen und mit ihren großen Auftritten.

Sich selbst präsentiert sie oft in der Opfer-Rolle. „Ich weiß nicht, es wurde Mode, mich anzugreifen. Und ich verteidige mich nicht, weil ich das sinnlos finde“, sagt Maria Callas einem Reporter gegenüber, nachdem sie eine Vorstellung nicht zu Ende gesungen und damit für einen Eklat gesorgt hatte. Ähnlich großen Aufruhr gab es nach ihrem Rausschmiss von der Metropolitan Opera. Entweder waren andere schuld oder das Schicksal. Doch sie sagt auch Sätze wie: Es sei egal, ob ihr Gott Schönes oder Schweres schicke – solange er ihr auch die Kraft schenke, beides zu ertragen. Ob der Gesang und damit verbunden ihre Karriere nun in erstere oder zweite Kategorie gehört, bleibt offen. Auch hier gibt sie sich als Opfer: Zuerst habe ihre Mutter sie gezwungen, zu üben und eine große Sängerin zu werden, später sei es ihr Mann gewesen, der sie in die Rolle der Diva gedrängt habe. Nur zu gern würde sie das Singen aufgeben – für einen Mann und eine Familie, sagt sie. So entsteht der Eindruck, als sänge „die Tigerin“ wider Willen. Doch dann wieder schwärmt sie von ihrer Kunst, vom Singen als „Versuch, einen himmlischen Zustand perfekter Harmonie zu erreichen“, und vom Wunsch, dem Publikum eine Illusion von etwas Schönerem im Leben zu schenken. Tom Volf dokumentiert dies in seinem Film mit zahlreichen Bühnen-Auftritten der Diva in Aufnahmen aus den 50er- und 60er-Jahren.

Die Tochter griechischer Eltern hatte sich der Belcanto-Oper verschrieben. Und auch ihr Leben glich in mancher Hinsicht einer italienischen Oper: große Gefühle und Stimmungsschwankungen, die tragische Liebesgeschichte mit Aristoteles Onassis und ihr früher Tod.

Viele Arien inklusive: Diese Filmdoku ist ein Muss für alle Callas-Fans, aber nichts für Opern-Muffel.

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Erstellt:
14. Mai 2018, 16:31 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2018, 16:31 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2018, 16:31 Uhr

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