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Friedhof der Kuscheltiere

Friedhof der Kuscheltiere

Neuverfilmung des gleichnamigen und zugleich erfolgreichsten Romans von Horrorthriller-Autor Stephen King.

Friedhof der Kuscheltiere
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Pet Sematary
USA 2019

Regie: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer
Mit: Jason Clarke, Amy Seimetz, John Lithgow

101 Min.

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03.04.2019

Von Dorothee Hermann

Die Sehnsucht nach einem entstressten, überschaubaren Leben treibt den überarbeiteten Notaufnahme-Arzt Louis Creed (Jason Clarke) mit seiner Familie aus Boston in die Wälder von Maine. Doch das Örtchen Ludlow ist derart abgelegen, dass es schnell beklemmend wirkt. Ein unvermittelt vorbeidonnernder Monstertruck wirkt wie eine halluzinierte Höllenmaschine aus dem Jenseits, aber mit realer Zerstörungskraft. Bereits bereits vorhandene Ängste wachsen ins Unkontrollierbare, weil es sonst kaum Ablenkung gibt. Das Changieren zwischen seltsam, aber harmlos und bedrohlich bis gefährlich gelingt den beiden US-amerikanischen Horrorspezialisten Kevin Kölsch und Dennis Widmeyer („Starry Eyes“) ziemlich überzeugend.

Anscheinend völlig unbeeindruckt von der unheilschwangeren Atmosphäre, erliegt zunächst die knapp neunjährige Tochter Ellie (Jeté Laurence) dem Sog der Wälder, statt gemütlich vor dem Fernseher einen Trickfilm anzuschauen. Als sie eine gruselige Prozession mit Tiermasken erblickt, taucht plötzlich ein alter Mann auf (John Lithgow als Jud) und erklärt ihr, was es mit dem Tierfriedhof im Wald auf sich hat. Als er ihr auch gleich einen Stachel aus dem Bein zieht, schaudert man kurz, ob das nun übergriffig war oder bloß hilfsbereit. Noch tiefer in der Pampa gibt es eine viel unheimlichere Begräbnisstätte, von der Mensch wie Tier wiederkehren, allerdings gruselig verändert, so wie Ellies geliebter Kater Church, nachdem er überfahren wurde.

Das Ganze hat derart irre Wendungen, als wäre Stephen Kings Alptraumstoff einfach nicht totzukriegen und zeige sich jeder Generation aufs Neue. Auf jeden Fall nimmt sich der Rückzug in die Natur und die sogenannte Kernfamilie am Ende ziemlich fragwürdig aus.

Lädt bekannte Horrorstory mit bemerkenswert hohem Schockerfaktor auf. Bleibt psychologisch ein bisschen blass.

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Erstellt:
3. April 2019, 11:19 Uhr
Aktualisiert:
3. April 2019, 11:19 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. April 2019, 11:19 Uhr

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