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Der Leuchtturm

Der Leuchtturm

Willam Dafoe und Robert Pattinson sitzen als spannungsreiches Leuchtturmwärter-Duo in den 1890er Jahren auf einer einsamen Insel fest.

Der Leuchtturm
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The Lighthouse
USA, Kanada 2019

Regie: Robert Eggers
Mit: Willem Dafoe, Robert Pattinson, Valeriia Karaman

109 Min. - ab 16 Jahren

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26.11.2019

Von Madeleine Wegner

Und dann verschwindet der Kutter wieder im Nebel. Der alte Leuchtturmwärter Thomas Wake und sein Gehilfe Ephraim Winslow bleiben allein auf der Insel zurück. Es ist das Jahr 1890 irgendwo vor der Küste Maines.

Es ist ein vages, fast verblasstes und umso unheimlicheres Damals, in dem Robert Eggers‘ „Der Leuchtturm“ spielt, in einem Genre zwischen Horror und psychologischem Drama – wie bereits in seinem Überraschungsdebüt, dem Hexenmärchen „The Witch“.

Die beiden Stars Willem Defoe und Robert Pattinson bewegen sich in dramatischen, grob-körnigen, fast quadratischen Schwarz-Weiß-Bildern, die von meisterhafter Schönheit sind (Kamera: Jarin Blaschke). Daraus entwickeln sich mit der Zeit düstere, bedrohliche Szenen, die zwischen Traum, Wahnvorstellungen und Wirklichkeit changieren. Für den Zuschauer sind sie nicht nur herausfordernd, sondern geradezu ermüdend – nicht nur durch die

zunehmende, teils überraschende Brutalität.

„Du wirkst wie eine Parodie“, wirft der Gehilfe irgendwann seinem vermeintlichen Meister vor. Und es wirkt zugleich wie ein Kommentar aus dem Off: Denn Willem Defoe macht mit seinem zerfurchten und eingefallenen Gesicht zwar im Zwielicht eine außerordentlich gute Figur. Sobald er spricht jedoch wirkt er, als wolle er auf der nächst besten Theaterbühne anheuern.

Oder ist Parodie das Stichwort, das Licht in dieses düsteren Kammerspiel bringt? Kaum. So herausragend Bilder und Atmosphäre sind, so überdreht dargestellt wirkt die Handlung. Für eine Parodie jedoch reicht das nicht.

Auch hätte Eggers das gar nicht nötig gehabt. Den viel größeren Effekt hätte er zu diesen überbordend schönen und dramatischen Bildern mit einer kontrapunktisch zurückgenommeneren, ruhigeren Erzählung erzielt.

Atmosphärisch und ästhetisch eine meisterhafte Hommage an die Stummfilm-Ära. Zumindest an der Oberfläche.

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Erstellt:
26. November 2019, 18:17 Uhr
Aktualisiert:
26. November 2019, 18:17 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. November 2019, 18:17 Uhr

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