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Volleyball-Bundesliga

Karriereende mit 25 Jahren

Der Rücken zwingt Rottenburgs Phillip Trenkler zum Aufhören.

30.05.2018

Von ST

Im Sommer 2016 war Phillip Trenkler, hier beim Test gegen Fellbach, noch fit. Bild: Ulmer

Mit nur 25 Jahren beendet Volleyballer Phillip Trenkler seine Karriere. Sein letztes Spiel absolvierte er Ende Oktober 2017 gegen den VfB Friedrichshafen, in der darauffolgenden Partie beim Meister in Berlin brach eine Rückenverletzung wieder auf. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Verletzung so lange hinzieht“, sagt Trenkler in einer Pressemitteilung des TV Rottenburg. Beim Bundesligisten kam er deshalb in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz. Immerhin: Die Beschwerden haben sich mittlerweile gelegt, „ich komme beschwerdefrei durch den Alltag“.

Nach Sven Metzger (26) im vorigen Sommer, der allerdings aus anderen Gründen zurückgetreten war, ist Trenkler schon der zweite TVR-Spieler, der in der vermeintlich besten Phase der Karriere aufhört. „Es war die schwerste Entscheidung meines Lebens, dass ich mich mit 25 Jahren schon vom Leistungssport verabschieden muss. Das Risiko, dass die Schmerzen wieder auftreten, war aber letztendlich zu hoch“, sagt Trenkler. Statt zehn Mal in der Woche zu trainieren, konzentriert er sich nun voll auf sein Psychologiestudium.

Mit dem Volleyball begann er 2004. Er „galt über seine ganze Jugendzeit als eines der besten deutschen Talente“, sagt TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Trenkler war auch Kapitän der Jugendnationalmannschaft. Was es für Fans und Team besonders bitter macht: Trenkler wurde in Tübingen geboren, wuchs in Rottenburg auf, machte Abitur am Eugen-Bolz-Gymnasium und spielte parallel in Stuttgart in der 2. Liga – ein echtes Eigengewächs. „Gerade weil er ein Gesicht des TV Rottenburg ist, tut es mir unendlich leid für ihn“, sagt der Trainer, der Trenkler schon seit der Grundschule kennt.

Am Stützpunkt der Jugend-Nationalmannschaft beim VCO Berlin schnupperte Trenkler 2012 erstmals Bundesliga-Luft, spielte auch für den CV Mitteldeutschland und den TSV Herrsching. Zwischendrin war Trenkler Profi, konzentrierte sich ausschließlich auf Volleyball. 2016 holte ihn Rottenburgs Manager Philipp Vollmer zurück. Er sagt: „Ich hatte gehofft, dass er noch viele Jahre für uns spielt – aber die Gesundheit geht vor und daher ist diese Entscheidung auch die Richtige.“

Für den TVR erzielte der Außenangreifer in der Saison 2016/17, der einzigen, die Trenkler effektiv für seinen Heimatverein in der Bundesliga spielen konnte, 91 Punkte und war fünftbester Scorer der Rottenburger. „Einmal mehr sieht man, wie sehr Sportler von ihrem Körper abhängig sind“, erklärt Müller-Angstenberger. Der 45-Jährige schiebt einen Wunsch nach: „Ich hoffe, dass Phillip uns in einer anderen Art und Weise verbunden bleibt.“

Von links: Lars Wilmsen, Philipp Jankowski und Phillip Trenkler. Ihr Gesichtsausdruck passt zur Situation. Archivbild: Ulmer

Emotional der Jubel mit dem Trainer in den Playdowns 2017. Archivbild: Ulmer

Trenkler jubelt im Dezember 2016. Archivbild: Ulmer

Gegen seinen Ex-Klub VCO Berlin steht Trenkler hoch in der Luft. Archivbild: Ulmer

Im Block: Friederich Nagel (links) und Phillip Trenkler. Archivbild: Ulmer

Gegen seinen Ex-Verein: Phillip Trenkler für Rottenburg gegen Herrsching. Archivbild: Ulmer

Rottenburgs Nummer 12 hat auch andere Talente. Archivbild: Ulmer

Spielte in der Paul-Horn-Arena auch im Mitteldeutschland-Trikot... Archivbild: Ulmer

...und im Herrschinger Lederhosen-Outfit. Archivbild: Ulmer

Auch mit dem VCO Berlin war Trenkler (ganz rechts) in Tübingen zu Gast. Archivbild: Ulmer

Da waren sie noch jung. Die beiden größten Talente, die der TVR hatte: Trenkler (rechts) neben Nationalspieler Jan Zimmermann. Archivbild: Ulmer

Für den TVR spielte Trenkler 2010 schon in der 2. Liga. Archivbild: Ulmer

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Erstellt:
30. Mai 2018, 13:22 Uhr
Aktualisiert:
30. Mai 2018, 13:22 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2018, 13:22 Uhr

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