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„Trumbo“mit Pool und Popcorn (Atelier)

Grandioser Trash-Man




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01.01.2016
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Dalton Trumbo war in den 1940er Jahren einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Hollywoods – bis er ins Visier des „Komitees für unamerikanische Umtriebe“ geriet. In der Hysterie des Kalten Krieges entfachte der Senatsausschuss unter Joseph McCarthy eine regelrechte Hexenjagd auf alles, das nach Kommunismus roch.

Trumbo gehörte zu einer Gruppe kommunistischer Drehbuchautoren, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Studios einsetzten. Prompt wurde er von strammen Patrioten um John Wayne und Ronald Reagan zum potenziellen Staatsfeind gestempelt. Als er sich weigert, die inquisitorischen Fragen des Komitees zu beantworten, weht ihm ein eisiger Wind entgegen. Er fällt bei den Studios in Ungnade, kommt nach der Denunziation durch seinen Freund Edward G. Robinson ins Gefängnis und wird anschließend mit Berufsverbot belegt.

Seine rettende Idee: Trumbo schreibt unter Pseudonym und findet im Trash-Produzenten Frank King (John Goodman) einen dankbaren Abnehmer. Mit Trash hat auch „Trumbo“-Regisseur Jay Roach Erfahrung. Seine schrägen „Austin Powers“-Komödien machten in den 1990er Jahren reichlich Kasse. Diese Popcorn-Kompetenz samt sicherem Gespür für komödiantisches Timing erweist sich als durchaus hilfreich für dieses ambitionierte Biopic, das seine Unterhaltungsqualitäten nie aus dem Blick verliert.

Roach vermeidet erfolgreich jede betuliche Denkmalpflege und gerät ebenso wenig in die Falle eines brav bebilderten Wikipedia-Eintrags. Der Held ist so facettenreich wie psychologisch plausibel konstruiert. Der grandiose Autor ist als Familienvater längst nicht so erfolgreich, wie er gerne wäre. Und als vermögender Weltveränderer mit pompöser Villa muss Trumbo sich durchaus den Vorwurf des „Swimmingpool-Sozialisten“ gefallen lassen. Diese glänzend entworfene Figur erfüllt Bryan Cranston mit jener minimalistischen Lässigkeit, mit der er bereits den Drogen-Koch Walter White in der Serie „Breaking Bad“ zur Kultfigur machte (ab 6).

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01.01.2016, 11:11 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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