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The Walk

The Walk

Der Spielfilm rekonstruiert den Coup des Artisten Philippe Petit, der 1974 auf einem Drahtseil zwischen den Türmen des World Trade Center tanzte.

The Walk

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02:21 min

USA

Regie: Robert Zemeckis
Mit: Joseph Gordon-Levitt, Ben Kingsley, Ben Schwartz

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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19.10.2015
  • Dorothee Hermann

Der berühmteste Drahtseilartist der Gegenwart hat wie ein typischer Aussteiger der siebziger Jahre angefangen. So sieht es jedenfalls US-Regisseur Robert Zemeckis in seiner starken 3 D-Rekonstruktion des Rekord-Stunts von Philippe Petit (Joseph Gordon-Levitt) zwischen den Türmen des eben erbauten World Trade Centers 1974.

Der junge Franzose verschmäht zum Horror seiner kleinbürgerlichen Familie jede traditionelle Ausbildung und verschwindet nach Paris, wo er sich als Straßenkünstler durchbringt. In den Straßenszenen landet die Ausstattung mit zeittypischen Frisuren (Koteletten!) und Klamotten eine erste Sensation.

Philippes Gegenwelt ist der Zirkus (samt großartig nostalgischem Zirkuszelt), wo er dem erfahrenen Seiltänzer Papa Rudy dessen Berufsgeheimnisse abluchsen will. Der britische Oscarpreisträger Ben Kingsley gibt den unwirschen Zirkusveteranen. Trotz der grantelnden Fassade spürt man, wie viel Vergnügen er an der Rolle hatte.

Mit Hilfe einer ebenfalls zeittypischen Chaotentruppe schafft es Philippe tatsächlich, den Weg durch den Himmel über New York anzutreten. Dabei sind die Sturzperspektiven in 3 D so überzeugend, dass man selbst im Kinosessel den Blick in die Tiefe kaum aushält (nur für schwindelfreie Zuschauer zu empfehlen!). Allein diese Effekte sind schwer oscar-verdächtig. Der Film macht die Gefahr des tödlichen Absturzes in schier unerträglich gedehnten Augenblicken erfahrbar und führt die sonst häufig etwas bemüht wirkende 3 D-Technik zu kühner Eleganz. Damit gelingt ihm eine packende fiktive Version von James Marshs Doku über den „Man on Wire“ (2008). Typisch siebziger Jahre ist auch, dass hier ein Mann das Establishment und den Tod spielerisch-anarchisch herausfordert, indem er eine verrückte Idee realisiert – und gewinnt.

Verspielter Himmelsstürmer fordert die Schwerkraft und das Establishment heraus.

Spielplan

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19.10.2015, 12:00 Uhr | geändert: 19.11.2015, 12:00 Uhr
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Zuschauer-Stimmen
Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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