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The Shallows - Gefahr aus der Tiefe

The Shallows - Gefahr aus der Tiefe

Thriller um eine Surferin, die in einer abgelegenen Bucht von einem weißen Hai attackiert wird.

The Shallows - Gefahr aus der Tiefe

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The Shallows
USA 2016

Regie: Jaume Collet-Serra
Mit: Blake Lively, Óscar Jaenada, Brett Cullen

87 Min. - ab 12 Jahren

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22.03.2016
  • MATTHIAS VON VIERECK, dpa

Im vergangenen Jahr feierte ein legendärer amerikanischer Blockbuster sein 40. Jubiläum: „Der Weiße Hai“, ins Kino gebracht 1975 vom Großmeister Steven Spielberg. Während Spielbergs Hai einst eine ganze Gemeinde in Angst und Schrecken versetzte, muss sich Blake Lively, die Hauptdarstellerin von „The Shallows“, nun in einer menschenleeren mexikanischen Strandbucht ganz allein gegen einen aggressiven Raubfisch wehren. Zwischen Mensch und Tier kommt es zu einem zermürbenden Kampf auf Leben und Tod. Die Regie zu diesem, mit Horrorelementen durchsetzten Überlebensthriller führte der Spanier Jaume Collet-Serra, der bereits Filme wie „Unknown Identity“ mit Liam Neeson, „Orphan – Das Waisenkind“ oder das Gruselstück „House of Wax“ in seinem Portfolio hat.

Der Tod ihrer Mutter liegt noch nicht lang zurück, da macht sich die Medizinstudentin auf den Weg zu einer versteckten Bucht irgendwo an der mexikanischen Küste. An eben diesem Strand stand auch Nancys Mutter einst auf dem Surfbrett. Der Mexikaner aber, der Nancy nach einer langen Fahrt durch den Dschungel hier absetzt, rät der durchtrainierten und hübschen jungen Dame zur Vorsicht, auch mag er den Namen der rätselhaften Bucht nicht preisgeben. Das Wetter aber ist herrlich, und so schwingt sich Nancy schon bald auf ihr Brett.

Dass im Wasser ein großer weißer Hai auf sie wartet, das vermag sie da noch nicht einmal zu erahnen, so pittoresk liegt die Bucht im gleißenden Licht der mexikanischen Sonne (tatsächlich soll allerdings ein Teil der Bilder in Australien entstanden sein). Bald aber verschwinden vor Nancys Augen die zwei jungen Männer, die das Surf-Paradies ebenfalls entdeckt hatten, in der Tiefe des Meeres. Sie selbst konnte sich gerade noch auf einen Felsen retten, der aus dem Wasser ragt. In ihrem Bein klafft eine tiefe Wunde.

Die eingangs aufdringliche, ja fast etwas vulgäre musikalische Flankierung konterkariert Collet-Serra mit wunderbaren Natur-Impressionen, famosen Vogelperspektiven, packenden Unterwasseransichten und starken Surf-Szenen. Der meist recht realistischen Anmutung kommt zudem zu Gute, dass Collet-Serra auf am Computer generierte Effekte über weite Strecken verzichtet. Auch wenn der spanische Regisseur mit seiner Hai-Story nicht an Spielbergs übergroßes Vorbild heranreicht, scheint er sich doch teils an dessen „Jaws“ (so der Original-Titel vom „Weißen Hai“) zu orientieren: So dauert es wie in „Der Weiße Hai“ auch diesmal eine Weile, bis man das vermeintliche Ungeheuer erstmals in Gänze zu sehen bekommt, was der Spannung auch hier zuträglich ist. Collet-Serra verweist zudem auf ein weiteres Kultwerk: Robert Zemeckis Robinsonade „Cast Away“ aus dem Jahr 2000. War es damals ein zum Freund mutierter Volleyball, der Tom Hanks beim Überleben half, so wird in „The Shallows“ eine verletzte See-Möwe zu Nancys Leidensgenossin.

Auch wenn „The Shallows“ dem Untergenre des Hai-Films nichts Wesentliches hinzuzufügen vermag, so fühlt man sich hier doch sehr gut unterhalten. In Zeiten, in denen US-Blockbuster gern mal an der Drei-Stunden-Marke kratzen und manche TV-Serie über zehn Staffeln läuft, ist „The Shallows“ mit seinen 86 Minuten ein wunderbares Beispiel für ökonomisches, sehr bündiges und hoch effektives Erzählen.

Keine Liebesgeschichte, die vom eigentlichen Geschehen ablenken würde, keine irrelevanten Nebenfiguren, nur das Duell einer jungen Frau mit der Natur, respektive dem Hai – selten hat man zuletzt im Kino einen derart fokussierten Zweikampf miterleben dürfen. Zwar handelt es sich bei Nancy um keine sonderlich komplex angelegte Figur; Blake Livelys Schauspiel aber ist glaubwürdig, ihr immenser Überlebenswille und ihre Entschlossenheit sind anrührend. „The Shallows“ ist gekonnte, durchaus intelligente Unterhaltung mit einem hübschen Nebeneffekt: Man verspürt nach diesen eineinhalb Stunden das große Bedürfnis, sich endlich einmal wieder Spielbergs Hai-Thriller von 1975 anzuschauen.

Spielplan

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22.03.2016, 12:44 Uhr
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