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Nationalmannschaft

Mutiger Sechs-Punkte-Plan

Die deutschen Spieler nehmen die Klassiker in Amsterdam und Paris durchaus ernst. Es geht schließlich auch um den Klassenerhalt in der Nations League.

12.10.2018

Von DPA

Toni Kroos ist überzeugt, dass die Mannschaft mit Bundestrainer Löw „die Kurve kriegt“. Foto: Jens Büttner/dpa

Nur nicht verlieren? Nichts da. Das WM-Desaster ist für eine Führungskraft wie Toni Kroos noch lange kein Grund für eine neue Bescheidenheit vor den knackigen Auswärtsaufgaben in der neuen Uefa-Nations League. „Die Duelle Holland gegen Deutschland, Frankreich gegen Deutschland klingen gut im Ohr. Wir sind motiviert und streben sechs Punkte an“, sagte der Champions-League-Sieger von Real Madrid.

Die forschen Töne gestern überraschten, zumal Teammanager Oliver Bierhoff vor dem heißen Länderspiel-Doppelpack in der neuen Nationenliga, deren Sinn Vereinstrainer und Bundesliga-Bosse heftig bestreiten, sogar die drohende Abstiegsgefahr angesprochen hatte. Den selbstbewussten Kroos ficht das nicht an: „Wir sind ja jetzt auch keine Gurkentruppe. Wenn es am Ende mit einer vernünftigen Leistung vier Punkte werden, dann ist es so. Aber wir streben vorher an, die Spiele zu gewinnen. Daran ändern auch drei Spiele bei einer WM, die nicht ideal waren, nichts“, verkündete der 28-Jährige in Berlin.

Respekt vor der Kraftprobe

Die forsche Herangehensweise kommt zunächst am morgigen Samstagabend (20.45 Uhr/ZDF) in der stimmungsvollen Johan-Cruyff-Arena von Amsterdam gegen den Fußball-Erzrivalen Niederlande auf den Prüfstand. „Es wird vielleicht nicht so eine Fußballschlacht wie früher, aber Deutschland gegen Holland ist immer ein brisantes Spiel“, bemerkte der Stürmer Timo Werner mit Blick auf das Prestigeduell mit großer Historie. Die Holländer befinden sich noch krasser im Neuaufbau.

Eine Niederlage würde die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw vor der Anschlussprüfung in Paris gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag der akuten Gefahr aussetzen, in Europa als Gruppenletzter aus dem Kreis der zwölf Topnationen in die League B abzustürzen. Löw äußerte entsprechend Respekt vor der Kraftprobe mit dem runderneuerten Oranje-Team ohne Altstars wie Arjen Robben oder Wesley Sneijder (beide 34). „Es sieht so aus, als hätten die Holländer ihre Durststrecke überwunden. Und wir sind uns natürlich der Schwere der Aufgabe bewusst“, sagte Löw.

Zwei Oktober-Pleiten würden zudem neue Diskussionen um Löw und auch um dessen konsequentes Festhalten an den in Russland abgestürzten 2014-Weltmeistern heraufbeschwören. Kapitän Michael Ballack trat schon vor den Länderspielen aus der Deckung. Löws ehemaliger Kapitän traut dem seit 2006 amtierenden Bundestrainer die Rolle als Erneuerer der Nationalmannschaft nicht zu: „Ich war wie viele andere Leute auch überrascht, dass er seinen Job behalten hat“, sagte der 42-Jährige.

Toni Kroos tat Ballacks deutliche Kritik „als eine Wortmeldung mehr“ ab und konterte dann: „Neue Reize können auch vom selben Trainer kommen. Ich bin überzeugt, dass wir die Kurve mit Jogi Löw kriegen.“ dpa

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Erstellt:
12. Oktober 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Oktober 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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