Tübingen

Mahnwache für Tübinger Affen

„Wir leben im 21. Jahrhundert, aber betreiben immer noch Forschung wie im Mittelalter“, tönte es bei Temperaturen um die 0 Grad aus dem Megafon.

04.12.2017

Von hes

„Wir leben im 21. Jahrhundert, aber betreiben immer noch Forschung wie im Mittelalter“, tönte es bei Temperaturen um die 0 Grad aus dem Megafon. Bild: Heßlinger

25 Tierschützer hielten am Samstagabend der Kälte zum Trotz eine Mahnwache auf den Stufen der Stiftskirche ab. Mit Kerzen und Plakaten erinnerten sie an die in Tübinger Laboren verstorbenen Tiere.

„Die Affenversuche am Max-Planck-Institut wurden zwar eingestellt, aber es gibt trotzdem noch drei weitere Institute in Tübingen, in denen Affen gehalten werden“, sagte Jaqueline Kraft von „Animal Paws“. Die Grundlagenforschung sei nutzlos und diene nur der Profilierung der Forscher, so Matthias Ebner der Partei „Mensch Umwelt Tierschutz“. Dabei gebe es vielversprechende technologische Alternativen zu den Tierversuchen, sagten die Aktivisten.

Doch noch immer entreiße man Affenbabys ihren Familien in Mauritius und setze sie grausamen Experimenten aus, so Kraft. Sie betonte: „Vor Weihnachten wollen wir zeigen, dass es so nicht weitergehen kann.“

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Erstellt:
4. Dezember 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Dezember 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Dezember 2017, 01:00 Uhr

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Paul Töbelmann 05.12.201710:26 Uhr

Schön, dass von Tierschützern und -rechtlern ein aktiver Beitrag zum demokratischen Prozess geleistet wird. Schade, dass der Dialog oft dennoch schwer fällt. Als eine andere kleine Demonstrantengruppe vorletzte Woche vor unser Institut kam, haben wir Kaffee gereicht und das Gespräch gesucht. Das wurde dann wesentlich konstruktiver als Megafongedöns und Parolen. Von Angesicht zu Angesicht kann man eigentlich ganz gut reden, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist: https://de-de.facebook.com/unituebingen/posts/2033725429987419

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