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Im Sommer wohnt er unten

Im Sommer wohnt er unten

In der deutschen Sommerkomödie teilen sich zwei ungleiche Brüder wider Willen ein Ferienhaus in Frankreich.

Im Sommer wohnt er unten

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02:02 min

Deutschland

Regie: Tom Sommerlatte
Mit: Sebastian Fräsdorf, Godehard Giese, Alice Pehlivanyan

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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26.10.2015
  • Klaus-Peter Eichele

Der Debütfilm vom Tom Sommerlatte führt in die Welt der Sorglosen – zumindest auf den ersten Blick. Matthias (Sebastian Fräsdorf) lebt im Ferienhaus seiner reichen Eltern in Südfrankreich in den Tag hinein, aktuell zusammen mit seiner einheimischen Freundin Camille und deren kleinem Sohn. Das Idyll wird jäh gestört, als ungeplant sein Bruder David (Godehard Giese) mit hausmütterlicher Gattin in dem luxuriösen Domizil aufkreuzt. Die Geschwister mögen sich nicht besonders, schon wegen ihrer grundverschiedenen Lebensentwürfe: Matthias ist ein Weichling, der mit jeglicher Arbeit auf Kriegsfuß steht; Banker David dagegen ein Macho und Workaholic, der auch in den Ferien, wenn auch heimlich, über Börsenkursen brütet.

So liegen die beiden, befeuert vom weiblichen Anhang, alsbald in innigem Streit. Doch kurz vor der Eskalation werden die Karten neu gemischt. Nach einem Ausflug scheint es zwischen Camille und David erotisch zu knistern – zum Nachteil von dessen Ehefrau, die sich vom Urlaub eine Schwangerschaft erhofft hat und sich in ihrer Verzweiflung nun an den Schwager heranwirft.

Die Frontverschiebungen in diesem von der Außenwelt abgeschotteten Beziehungstreibhaus werden mit reichlich Dialogwitz und einer Prise Tragik recht unterhaltsam dargeboten. Auch ist der Regisseur redlich bemüht, die Charaktere über das in deutschen Komödien übliche Maß hinaus zu entwickeln. So stellt sich nach und nach heraus, dass die propperen Außenfassaden der Brüder – hier der legere Lebenskünstler, dort das erfolgreiche Alphatier – mit ihrer Lebenswirklichkeit und psychischen Befindlichkeit wenig zu tun haben.

Rasend originell ist das zwar nicht, aber dank der stilsicheren Inszenierung und des erfrischend agierenden Ensembles doch eines der interessanteren deutschen Kinodebüts dieses Jahres.

Im Ferienhaus kommen die Zipperlein der Generation Wohlstand zum Vorschein.

Spielplan

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26.10.2015, 12:00 Uhr | geändert: 22.11.2015, 12:00 Uhr
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