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Fridays for Future

1000 Schüler demonstrierten in Tübingen für den Klimaschutz

1000 Schüler haben am Freitag die Schule bestreikt und stattdessen für den Klimaschutz demonstriert.

18.01.2019

Von ST

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Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab
Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab
Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab
Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab
Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag mehr als 400 Schüler im Schulstreik und haben für den Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab
Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab
Fridays for Future: In Tübingen waren am Freitag annähernd 1000 Schüler im Schulstreik und haben für den Klimaschutz demonstriert. Bilder: Marko Knab

Lautstark protestierten die Schüler und Studierenden auf ihrem Weg Richtung Stiftskirche für eine verantwortungsvollere Klimapolitik. Die jungen Leute zogen über die Neckarbrücke und Mühlstraße zum Holzmarkt. Nach Angaben der Stadtverwaltung nahmen mehr als 1000 Schüler/innen, Studierende und Aktivisten an der Demonstration teil. Sie kritisierten sowohl ihre eigenen Eltern als auch Politiker und Konzerne.

Am Ziel des Protestzugs sprachen zahlreiche Gruppen und Initiativen: Außer dem Zimmertheater formulierten auch die Studierenden der „Week of Links“ und die Ortsgruppe von „Ende Gelände“ ihre Forderungen an die Politik. Die Redner prangerten eine verfehlte Klimapolitik der Deutschen Bundesregierung an und forderten das Ende der Braunkohleförderung und -verbrennung.

Die Teilnehmer beriefen sich vor allem darauf, dass kommende Generationen zwar unter den Folgen des Klimawandels leiden müssten, die Verantwortung dafür aber bei ihren Vorfahren liege.

Organisiert hat die Demonstration die Gruppe „Fridays for Future“, die mit dem sogenannten „Klimastreik“ auf die aus ihrer Sicht verfehlte Klimapolitik aufmerksam machen will. In Tübingen war sie am Freitag von Erik Weiß (20) und Paula Meyer (21) vertreten. Die aus Tübingen stammenden Studierenden haben sich kürzlich dazu entschieden, eine Ortgruppe zu gründen.

Über Erzählungen von Freunden sind sie dazu gekommen, berichteten sie. Warum sie die Initiative übernommen haben? „Ich finde es wichtig, dass alle das wissen“, sagte sie mit Blick auf das aktuelle Klimaproblem . „Auch in der Schule, wo der Klimawandel ein Thema ist, vielleicht aber nicht genug.“

Das Vorbild der Teilnehmer ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Die 16-Jährige kritisierte bei der Klimakonferenz in Kattowitz Mitte Dezember die anwesenden Politiker. Anklang findet das auch bei der 17-jährige Sofia vom Kepler-Gymnasium. Sie erklärt ihre Teilnahme an der Demonstration so: „Ich finde es ganz wichtig. Man muss sich an die eigene Nase packen und nachdenken, was man selbst für die Zukunft machen kann. Wenn alle denken: Ich bin eh nicht beteiligt und für mich ist es egal, dann wird da nichts passieren. Wir können was verändern!“

Aber auch Eltern und Lehrer äußerten Sympathie für die Schüler und Studierenden, zumindest inhaltlich. „Ich finde es eine super Sache und toll, wenn Schüler sich politisch engagieren“, sagt Susanne Frische, die am Kepler-Gymnasium Sport und Mathematik lehrt. Der Problematik des möglichen Schulschwänzens ist sie sich bewusst, schätzt aber den Einsatz der jungen Menschen. „Natürlich ist der Unterrichtsausfall ein anderes Thema, aber ich finde es super, wenn sich Schüler für den Umweltschutz engagieren.“

Mit unter den Demonstrantinnen war auch eine Lehrerin außerhalb ihrer Dienstzeit. Sie hatte ihren Sohn im Kindergartenalter dabei. Sie bewertet die Schüler-Demo ähnlich wie ihre Kollegin vom Kepler-Gymnasium.

Als Lehrerin dürfe sie nicht zum Streik aufrufen, aber als Mutter begleite sie ihre Kinder gerne, weil sie das Engagement für das Klima gut findet, die jungen Leute es selbst organisierten und es „nicht von oben, von den Erwachsenen“ komme.

Der Klimastreik soll kommende Woche in der Hauptstadt Berlin fortgesetzt werden.

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Erstellt:
18. Januar 2019, 15:15 Uhr
Aktualisiert:
18. Januar 2019, 15:15 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2019, 15:15 Uhr

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