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Gefahr und Begierde

Gefahr und Begierde

Erotisch aufgeladener Spionagethriller von Ang Lee - angesiedelt im Schanghai der vierziger Jahre.

Gefahr und Begierde

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Se Jie
Taiwan 2007

Regie: Ang Lee
Mit: Mark Windows, Lee-Hom Wang, Anupam Kher

157 Min. - ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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11.11.2015
  • Dorothee Hermann

Ein Abseits des Krieges gibt es nicht. Auch wenn man die Möglichkeit hat, den Zweiten Weltkrieg gemütlich am Mah-Jongg-Tisch zu überstehen. Die Frauen der höheren Kollaborateure mit der japanischen Besatzung in Shanghai vertreiben sich so die Zeit. Eines Tages taucht die junge Frau Mai (Tang Wei) in ihrem Kreis auf. Die Macht im Haus hat Herr Yi (Tony Leung), obwohl er vom Zirkel der Frauen aus nur wie ein flüchtiger Gast erscheinen mag. Der Chinese Yi ist so genannter Sicherheitschef der japanischen Besatzer. Was das bedeutet, geht dem Zuschauer erst allmählich auf.

Auch Frau Mai ist eine andere als sie scheint. Vorgeblich die Frau eines Import-Export-Kaufmanns, hat sie vom chinesischen Widerstand den Auftrag, Yis Liquidierung vorzubereiten. Dafür muss sie seine Geliebte werden. Yi, unendlich diskret und unendlich misstrauisch, lässt so leicht niemanden an sich heran.

Doch der seltsamen Anziehung zwischen den beiden kann er sich so wenig entziehen wie Frau Mai, die eigentlich die Studentin Wang Jiazhi ist und in die Rolle der Frau Mai wie in eine Maske schlüpft. Eine sado-masochistische Obsession, in der vor allem für die junge Frau schließlich die Grenzen verschwimmen zwischen dem, was sie vorgibt zu sein und den eigenen erotischen Wünschen.

Es fällt schwer, in Tony Leungs sensiblen Zügen den verbrecherischen Machtmenschen zu erkennen. In grandioser Ausstattung beschwört Regisseur Ang Lee die untergegangene Welt von Britisch-Hongkong und eines Shanghai vor dem derzeitigen Wirtschaftsboom. Beim diesjährigen Festival von Venedig gewann der Film den Goldenen Löwen.

Eine Affäre im Schatten der Folter – zwischen Instrumentalisierung, Hingabe und Gewalt.

Spielplan

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11.11.2015, 11:11 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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